Hier könnt Ihr diverse Radio interviews hören oder nachlesen :-)  

Unsere Sr.Sabine machte sich die Mühe ,nahm alles auf und tippte alle interviews ab - DANKE SABINE 

 

 

 2.Oktober 2009      Exklusiv-Interview mit Andreas Gabalier

http://www.unseremusik.at/de/stars/news/-/exklusiv-interview-mit-andreas-gabalier/

Dauer ca. 13 Minuten !

 

 

17. November  2009      SR3 Saarland Welle

Dauer ca. 14 Minuten ! Wenn das Bild da ist, einfach auf "Download" klicken!

http://209.85.229.132/search?q=cache:HPOlWWhPX5IJ:www.podcast.de/episode/1404777/17.11.09_Andreas_Gabalier%20andreas%20gabalier&cd=34&hl=de&ct=clnk&gl=at

 

 

14. Dezember 2009     Radio-grün-weiß

1. Einstieg
… und auch er hat vielen heuer musikalische Freude bereitet, die Rede ist von Andreas Gabalier. 2009 war das Jahr in dem er so richtig durchgestartet ist und bei uns ist er jetzt im Studio. Ich sag einmal ganz ganz herzlich „willkommen!“ und ich kann mir vorstellen, lieber Andreas, dass Du wirklich jetzt auch schon wenige Wochen vor Ende des Jahres eine absolute Erfolgsbilanz über dieses Jahr ziehen kannst.
„Griass Euch, und ja das hätt ich mir einfach überhaupt gar net amol erträumen lassen. Da bin i noch auf der Uni gsessn, hab brav oder a net brav glernt, hab das erste Liad im Radio ghabt, „mit Dir“ hats gheissn und ja und wenn i jetzt Resumee ziag und mir das Jahr 2009 nu amol so anschau im Rückblick, dann is das scho gewaltig, was sich da getan hat. Ihr wards dafür ausschlaggebend muaß i wirklich sagn, Euch hat mei Musik von Anhieb weg einfach gfalln und dös gfreut mi einfach ganz ganz bsonders. Ein unglaublich erfolgreiches und unvergessliches Jahr 2009 für mich als junger Nachwuchskünstler.
I glaub von diesem Start träumen tausende Musiker, erreichen tuats ab und zua amol vielleicht einer. I hab dös große Glück ghobt, warum auch immer. Es gfreut mi und i werd mi natürlich bemühen so weiter zu machen."

Jetzt ist grad die ruhige Zeit, die Vorweihnachtszeit, wie gestaltet sich diese bei Dir, ist die jetzt a bissl ruhiger?

"Ja, heuer erstmals natürlich von Terminen geprägt, von einem zum anderen, wir ziagn durchs ganze Land und sogar über die österreichischen Grenzen hinaus. Alle miteinand gfreun si, wann i irgendwo noch a Radio-Interview gib oder an Live-Auftritt hab, dös is schön, daher is Weihnachten heuer ganz ganz anders für mi amol als gewohnt. Wir spüln auf vielen vielen weihnachtlichen Veranstaltungen und Konzerten und da is die Weihnachtstimmung einfach auf a ganz a eigene und andere Art amol vorhanden."
Aber es gibt ja auch was Neues von Dir, nämlich ein weihnachtliches Lied ...
"Ja, wia die Diskussion aufkomman ist ‚mach ma an Weihnachtstitel oder nicht’ hab i mir gedacht, den typischen Kitsch vielleicht net, dös is net ganz Gabalier, aber ja i hab mi dann hingsetzt und a bisserl damit auseinandergsetzt und einfach die ruhige Zeit in unserm Jahr a bisserl versucht zu beschreiben und i hoff, es gfallt Euch. I glaub es is ma net ganz so schlecht gelungen. „Es ist die Zeit“ heißt der Titel und i hätt gsagt, Ihr hörts’n Euch einfach amol an":
2. Einstieg nach dem Lied „Es ist die Zeit“

Andreas danke für Deinen heutigen Studiobesuch, Du wirst übrigens auch im kommenden Jahr mit dabei sein und zwar beim großen Sommer Open Air 2010, das können wir jetzt auch schon ankündigen und zwar am 8. Juli in Zeltweg, da wirst Du auch wieder für Begeisterung sorgen.
"Absolut, also es war das heurige Radio- Grün-Weiß Open Air in Karpfenberg ein unvergessliches Erlebnis für mich. I hab ma da die Finger wund gschriebn darnach a.
Es war eine großartige Stimmung da in der Obersteiermark, das muaß i wirklich sagn und i gfreu mi schon wahnsinnig aufs nächste Jahr in Zeltweg, dass i da a einfach a wieda mit dabei sein derf."

Und es gibt noch einen ganz wichtigen Hinweis für alle Gabalier-Fans: Am Hl. Abend wird Andreas Gabalier bei uns eine Weihnachtsendung gestalten, auch darauf freuen wir uns schon. Weihnachtsgedanken, Weihnachtserinnerungen und Weihnachtsmusik auch natürlich von Andreas Gabalier bei uns am Hl. Abend.
Danke für den heutigen Besuch und jetzt gibt’s noch den Titel „Mit Dir“ hier ist noch einmal Andreas Gabalier, danke für heute!

 

 

24. Dezember 2009      Radio-Grün-Weiß Steiermark:

„Weihnachtsspecial“ moderiert von Andreas Gabalier am 24.12.2009 um 10.00 Uhr in Radio-Grün-Weiß Steiermark:

… Mein Name ist Andreas Gabalier, i glaub Ihr kennt's mi alle miteinand scho vom Radio-Grün-Weiß Open Air im heurigen Jahr da in Kapfenberg, a ganz a tolles Erlebnis für mich persönlich und heute gfreit’s mi umso mehr, dass i da auf Radio-Grün-Weiß in Leoben am 24. Dezember die Weihnachtsshow gestalten darf.
I hätt gsagt wir steign glei ein mit meinem aktuellen Weihnachtslied, meinem Beitrag für die ruhige Zeit im Jahr. ‚Es ist die Zeit’ heißt der Titel, Ihr kennts’n alle schon, er lauft ja schon a guates Monat da im Radio und i hoff, er g’fallt Euch.


Lied: Es ist die Zeit

Ja, das war er ‚Es ist die Zeit’ mein Beitrag noch einmal für Weihnachtn. Es gfreut mi, i derf Euch no amol recht herzlich begrüßn da auf Radio-Grün-Weiß. Schön dass i bei Euch da zum ersten Mal a überhaupt für mich, amol an Moderator spieln darf. Ganz a tolle Erfahrung da amol im Studio zu sitzen. Es macht mir Spaß, es macht mir Freude, wer weiß – vielleicht wann dös Singen amol nimmer ganz so funktioniert, bewirb i mi da bei Radio-Grün-Weiß als Moderator. Dös wär doch was.
Ja die Kekserl san alle fertig geback’n für’n heutigen Abend, glaub i, das is a das was mi an der Weihnachtszeit immer am allermeistn gfreit, dös Siaße, di Naschereien, mei Oma schaut da immer fest auf mi, das i mit Vanillekipferl eingedeckt bin. Also wann’s ma amol a Freid machen wollts, dann schickts da her zum Sender a Dosn Vanillekipferl, da hab i immer a Freid!
Ja, wia Weihnachtn früher amol war, erzähl i Euch jetzt dann glei nachn nächstn Titel, der mir persönlich ganz bsonders am Herzn liegt und einfach immer für mi einer der allergrößten österreichischen Nummern überhaupt war. Es is der Hubert von Goisern, er war und is immer a großes Vorbild von mia gwesn und mei absolutes Lieblingsliad „Heast es net, wia di Zeit vergeht“


Lied: Heast es net, wia di Zeit vergeht
Lied: Last Christmas


Mein Name is Andreas Gabalier, ich sag noch amol Hallo, es freut mi, dass i da sein derf, den heutigen 24.12. da auf Radio-Grün-Weiß gestalten derf und ja schön, dass mir so viele liabe Leut zuhörn.
Bin schon wieda gspannt, was das wieda an Fanpost bedeutet, wahrscheinlich gibt’s da wieda jede Menge Nachrichten. I freu mi immer wieda wenn Ihr mir schreibts. I hab zum Glück die Möglichkeit, das nach wie vor selbst zu beantwortn. I nimm mir die Zeit für Euch und es macht mir einfach gewaltige Freude Musik für Euch zu machen.
Wenn i zruck denk, wia Weihnachtn als Kind damals war für mi, dann ja sind das einfach sehr sehr positive und schöne, heimelige Erinnerungen an meine Kindheit. Das war für uns schon immer ganz was Bsonderes.
I bin relativ religiös erzogen wordn, i hab 3 Gschwister ghabt und ja das war die ruhige Zeit im Jahr, die Adventzeit, a besinnliche Zeit, einfach schon a ganz a tolle Einstimmung bis hin bis zum 24.12., einfach bis das Christkinderl dann endlich kommen ist. Was ganz was bsonders so in meinen Kindheitserinnerungen.
Mir persönlich gibt die ruhige Zeit im Jahr schon sehr sehr viel. Man kommt a bisserl owa von dem ganzn Alltagsstress, zumindest sollte man dös versuchen. Die Weihnachtszeit is ja eh relativ hektisch eigentlich, und ja das nächste Liad is von STS „Mach di Augen zua“, entspannt’s Euch a bisserl und schaltet’s wirkli a bisserl ab, heut is da 24., das Christkinderl rückt immer näher und mit dem Liad, glaub i, kann man sich ganz guat einstimmen.


Lied: Mach di Augn zua
Lied: Christmas Day (teilweise spanisch, teilweise Englisch)


Ja beginnen tuat die ganze winterliche Zeit immer schon mit dem Adventkranz binden. I waß nu wia dös bei uns früher war, wir haben da immer mitgholfn, wir haben immer an sehr sehr großn Adventkranz daham ghobt. Wir haben da Mama da gholfn den bunt zu gestalten, dös war immer was bsonderes, irgendwie der Auftakt in die Adventszeit.
Wir sind an den Sonntagen immer in die Kirch’n gangen, auch wir Kinder. Wann ma uns sonst unterm Jahr oft amol a bisserl dagegen gesträubt habn, aber so an den Adventsonntagen war das schon bei uns in Graz a in der Kirchen in einer kleinen Gemeinde da in St. Peter schon was Bsonderes. Es hat immer so an Kinder-Gottesdienst geben, wo ma mir hingangen sind. Wir sind dann erst mit der Kommunion in die Kirche über marschiert und so war a für uns Kinder dös Kirchen gehn eigentlich schön und ja a tolle Erinnerung an die Kindheit und speziell eben an die Adventszeit.


Lied: spanisch - Semino Rossi
Lied: In Deine Arm zu liegen


Ja, wann der Titel jetzt auch eher zum Teil an sommerliche Klänge erinnert, wir sind in der Weihnachtszeit, wir sind am Hl. Abend angelangt und die weihnachtliche Musik, die is schon irgendwo was Bsonderes, auch wenn sie in den Radios oft schon a bisserl abdroschn umakummt, weil’s gar so vül davon spüln, denk i mir dann manchmal, wenn i in Radio aufdreh, es hat dann doch was und man verbindet’s übers Radio einfach mit der ruhigen Zeit, muaß ma sagn.
Die Weihnachtslieder, die Christmas-Hits wia si heißen ‚Last Christmas’ und wir kennen sie eh alle, san einfach irgendwie was Bsonderes, weil ma sie nua einmal im Jahr hört und um so mehr gfreuts mi a, dass i heuer an weihnachtlichen Titel aufnehmen hab dürfn, denn ma eh zum Beginn der Sendung scho ghört haben und so ist es doch schön.
A bissl störn tuat’s mi vielleicht, wann dös schon a Eckerl z’früh im Herbst dann beginnt mit der ganzn weihnachtlichen Musik, speziell dem weihnachtlichen kitschigen Schmuck, der dann oft schon im Oktober in den Gschäften umanander hängt, dös is mia noch a bisserl zfrüh, muaß i sagn.
Weihnachten beginnt für mi im Dezember, am allerliabsten in der Obersteiermark, da wo ja a meine Wurzel san, bei meiner Oma in Neumarkt am Zirbitzkogel. Da is dann meistens a schon das Land tiaf verschneit, da kommt wirkliche Winterstimmung noch auf. Bei uns z’Haus in Graz is es halt leider klimatisch bedingt einfach nimmer ganz so winterlich, aber i tät sagn heuer passt’s ja doch wieder und i wünsch Euch jetzt weiterhin noch schöne Weihnachten mit an guatn alten ‚Elvis’ wia’s so schön heißt. I glaub wir kennen dös alle, passt auch zur Weihnachtszeit „In the Ghetto“


Lied: In the Ghetto (Elvis Presley)
Lied: Weihnacht, heut Nacht ist Weihnacht


Ja, Weihnachten für’n Andreas Gabalier schaut heuer so aus, dass ma mir aufifahrn zu meiner Verwandtschaft nach Oberwölz. Wir feiern mit den Geschwistern von meiner Mama, mit meinen Cousins. I freu mi gewaltig drauf nach diesem wahnsinns erfolgreichen Jahr 2009, für mich musikalisch ja unvergesslich, muaß i wirklich sagn – an dieser Stelle möchte i mi einfach a noch amol bedanken bei Radio-Grün-Weiß, dass mi so fest auf und ab g’spült haben – das war schon a Bombenerfolg und so hab i einfach a mei Verwandtschaft in dem Jahr a bissl vernachlässigt und hab mir gedacht. Wir feiern heuer Weihnachtn einmal miteinand. Und i freu mi drauf, weil dös doch im tiefverschneiten Oberwölz liegt.
So schön langsam werd i mi jetzt dann eh auf den Weg machen dorthin und das wird heuer ganz was Bsonderes eben, weil’s a ganz a große Weihnachtsfeier wird, amol ganz anders als gehabt.
Normalerweis war ma immer z’Haus, eventuell ist die Oma zu uns runterkommen nach Graz, aber die war halt a eher immer eingeteilt bei irgendeinem von ihren Kindern halt da mit dabei zu sein und so alle paar Jahr, war’s dann auch bei uns z’Haus.
I hoff, Ihr habts a schöne Weihnachten und wir hör’n uns dann auf jeden Fall im neuen Jahr wieda.


Lied: Amoi segn ma uns wieda

So meine lieben Hörer und Hörerinnen von Radio-Grün-Weiß die Stunde neigt sich schon wieder dem Ende zu. Ganz ganz toll und großartig war das für mich, dass i Euch da a bisserl durch die Weihnachtssendung begleiten hab dürfen. Es ist mir eine große Ehre. Ich sag noch einmal danke für’s da sein, für’s kommen dürfen.
I wünsch Euch jetzt wirklich an ganz an schönen besinnlichen Hl. Abend, genießt’s ihn, schaltet’s a bisserl ab, genießt’s die Feiertage, kommt’s a bisserl oba, geht’s a bisserl außi an die Luft, an die Natur, lasst’s den ganzen Alltagsstress einmal hinter Euch, vielleicht begleitet von meiner Musik. Ich sag auch zu Euch noch einmal a herzliches Dankeschön, dass Ihr mi so unterstützt’s, dass Ihr Euch meine CD’s noch kauft’s, das is in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr für einen jungen Musiker, grad so wie’s i bin da am Start, dass es wirklich so funktioniert und dass Ihr Euch die CD’s noch kaufts, das ehrt mich, es freut mich. I kann Euch nur sagn die nächste CD kommt ganz bestimmt, es wird im April oder im Mai der Fall sein. Wie’s heißt waß i no net, z’vül derf ma no net verraten, aber i werd mi ganz bestimmt bemühen, dass die ansatzhalber so guat wird wie die erste und wünsch Euch damit jetzt einfach a ganz a braves Christkinderl.
Wir hören und sehen uns auf jeden Fall wieda da auf Radio-Grün-Weiß.

Danke fürs Zuahörn bis zum nächsten Mal und verabschieden tua i mi einfach mit mein Liad „Amoi segn ma uns wieda!“ das glaub i in die ruhige Zeit ganz bsonders guat einipasst. Mein Name is Andreas Gabalier, pfiat Euch Gott, macht’s es guat und bis zum nächsten Mal! Baba! 


 

13. Februar 2010   Bauernbundball 2010

http://www.unseremusik.at/stars/news/-/andy-laesst-die-maedels-tanzen/

http://www.unseremusik.at/videos/news/-/andy-gablier-live/

 

 

27. Februar 2010      im Hessischen Rundfunk Hr4

„Gude, Servus und Hallo“ mit Ingo Lücke 
 
1.Lied: „That’s life“
 
Lücke: „That’s life“ Andreas Gabalier, hab ich ihm g’rad noch drein gesungen den Schluss, das tut mir leid, aber er nimmt’s mit einem Lächeln, ich freu mich, dass Du da bist!
Andreas: Auf jeden Fall, hallo!
Lücke: Weite Reise gehabt, Du bist extra für uns von der Heimat von Graz hierher gekommen?!
Andreas: So ist es, genau! Hallo in Hessen. Ja auf jeden Fall, ich bin heute am Vormittag in den Flieger gestiegen, bis nach Frankfurt geflogen, aus dem Zug da bei Euch ausgestiegen und ja, jetzt da im Studio und das freut mich natürlich.
Lücke: Also Flieger, dann Bahn und trotzdem pünktlich hier, das ist nicht selbstverständlich, besonders jetzt.
Du kommst aus Österreich, aus der Steiermark, heißt trotzdem, Gabalier, das ist kein Künstlername?!
Andreas: Das ist kein Künstlername
Lücke: Diese Frage ist Dir wahrscheinlich schon 78x gestellt worden?!
Andreas: Wenn’s nur reicht?! Wenn’s nur reicht?
Lücke: Woher kommt der Name?
Andreas: Der Name kommt aus Frankreich. Ich hab französische Wurzeln, das ganze geht zurück zurzeit der Napoleon-Belagerung bei uns in Graz, der steirischen Landeshauptstadt. Die Franzosen haben damals versucht den Schlossberg zu erobern, das ist ihnen nicht gelungen. Sie haben zu Fuß wieder nach Hause spazieren müssen und einer der Franzosen hat gedacht, ich bleib doch lieber hier bei Schilcher, das ist unser Wein, und Camembert, als dass ich jetzt wieder zu Fuß nach Hause spazier. Er hat sich in ein Steirermadl verliebt und so sind die Gabaliers entstanden.
Lücke: … und einer davon sitzt jetzt hier, also kein direkter Nachkomme von Napoleon?
Andreas: nicht, nein!
Lücke: Man sieht das auch an der Größenordnung, Napoleon war ja nur so 1,54 m. Ja dann haben wir das geklärt. Gabalier schreibt sich der junge Herr, wird aber französisch ausgesprochen, Gabaliä, und Du kommst aus der Steiermark. Wir haben Dich jetzt gerade bei dem letzten Titel den wir gespielt haben „That’s life“ als Sänger erlebt, aber das typische Instrument der Steiermark beherrschst Du auch?!
Andreas: Ja beherrschen - ist vielleicht noch zu viel gesagt, ich hab’s mir vor 2 ½ Jahren selbst beigebracht. Ich bin ein begeisterter Bergsteiger, das ist mein 2. großes Hobby und ja, da hat einfach die steirische Harmonika, das Akkordeon, wenn man so will, dazu gehört, hab ich mir gedacht, und ich hab mir das so gut ich konnte selbst beigebracht, und anscheinend hat’s gereicht und ich freu mich, dass es jetzt so langsam auch über die österreichischen Grenzen hinauswandert und da bei Euch in Deutschland gespielt wird, das ist schön. 
Lücke: Ja, ohne „Steirische“ geht diese Sendung mal gar nicht. Dann hör’n wir beim nächsten Titel, ob da die Steirische schon dabei ist, Du kannst es uns schon verraten „Mit Dir“
Andreas: Bestimmt, das war mein erstes Lied und ich wünsch Euch viel Freude damit!
 
2. Lied: „Mit Dir“
 
Lücke: Bei mir im Studio Andreas Gabalier, von dem wir vorhin schon erfahren haben, dass er als Steirer irgendwann auf „die Steirische“ gekommen ist. Du bist noch ein sehr junger Mann, das kann man wohl sagen, darfst Dein Alter selbst verraten?!
Andreas: Ich bin 25
Lücke: und trotzdem erst vor 2 Jahren auf „die Steirische“ gekommen. Ich hab gedacht in der Steiermark wird man mit dem Teil geboren?!
Andreas: Ja viele, viele Leute. Ich komm aus Graz, die steirische Landeshauptstadt und dort ist das vielleicht nicht ganz so wie in den ländlicheren Teilen der Fall. Meine Wurzeln liegen aber am Land, großväterlicherseits und ja, so hab ich irgendwie das Bergsteigerblut in mir, das ist meine 2. große Leidenschaft und ja vor 2 Jahren war vielleicht einfach die nötige Lebensreife da für dieses Instrument, ich hab’s mir selber beibracht und es macht mir einfach Riesenspaß!
Lücke: selber beibringen stell ich mir ganz schön schwer vor, warst Du wenigsten ein bisschen vorbegabt, weil so einfach wird die Steirische nicht zu spielen sein?
Andreas: Ich hab in der Kindheit Klavier spielen müssen, da war die Mama dahinter „Bua, Du lernst ein Instrument“ das war das Klavier, ich hab die Begeisterung dann mit 14 Jahren wieder verloren, weil ich damals leider nur Klassik lernen hab müssen und mir in dem Alter einfach noch das Verständnis dafür gefehlt hat. Ich hab mir dann in der Pubertät eine Western-Gitarre gekauft und begonnen Austropop zu spielen, Hubert von Goisern und Reinhard Fendrich, unsere österreichischen Musikidole und ja, so hat dann für mich eigentlich die Liebe zur Musik begonnen. Das war immer a Hobby und a tolle Abwechslung zum Alltag und vor 2 Jahren eben auch die steirische Harmonika.
Lücke: Wie würdest Du denn das bezeichnen, was Du machst? Du hast gerade Hubert von Goisern erwähnt und den Austropop? Das was Du machst, ist ja nun auch nicht so die krachlederne Volksmusik, wie man sie von früher her kennt.
Andreas: Ja, sie ist überall sehr schwer einzustufen, es ist nicht ganz typischer Austropop, aber auch ganz bestimmt nicht die typischste Volksmusik, Schlager schon gar net und ja, irgendwo vielleicht a Mischung aus diesen Begriffen: Andreas Gabalier.
Lücke: Einfach Andreas Gabalier, das ist aber auch ein ziemlicher Anspruch, nicht? Wenn Du das als Markenzeichen setzt, dann musst Du auch dabei bleiben. Hast Du Mitspracherecht als junger Künstler?
Andreas: Auf jeden Fall, also ich hab alle Freiheiten, was meine Musik angeht. Die Plattenfirma sagt, ich soll unbedingt selbst weiter schreiben. Ich schreib alle Lieder selbst, sowohl musikalisch als auch textlich und ja das ist natürlich toll, wenn man die Freiheiten da so hat und es hat funktioniert in Österreich und so schön langsam auch in Deutschland und das ist einfach stark. Ich hab mi sehr gfreut, dass - wie ich heut da ankommen bin, bei Euch beim Sender - sogar schon Fans im Studio gewartet haben. Das ist toll, das freut mich. Es hat für die Herrschaften eine CD gegeben als kleines Dankeschön von mir und ich hoff, dass das da so weitergeht.
 
3. Lied: „Steirerland“
 
Lücke: Andreas Gabalier „Das Steirerland“ da hört man eine Menge Heimatliebe heraus, auch wenn ich nicht jede Stelle des Textes verstanden hab im Dialekt. Das ist bei Euch wie eine richtige Hymne geworden?!
Andreas: Ja, das Lied gibt’s seit einem Jahr. Ich hab da vor einem Jahr meinen ersten Auftritt g’habt beim Steirischen Bauernbundball, heuer wieder, das war der 61. und mittlerweile auch der größte Ball Europas mit 20.000 Leuten, die kommen alle in Tracht. Das ist a richtiges großes Volksfest worden und ich hab da heuer die Mitternachtseinlage spielen dürfen von zwölf bis halbeins und das war schon eine, ja Hammer-Begeisterung, und die Leute sind textsicher, als gäbe es das Lied schon seit 20 Jahren und ja es freut mich einfach und ich kann das eigentlich alles noch gar net wirklich realisiern, oder ja so wirklich wahrnehmen, was so wirklich alles so passiert ist, is a Hammer.
Lücke: Du trittst dann auch in Tracht auf?!
Andreas: Ja!
Lücke: Ja heute sitzt er neben mir, wie junge Leute also sind mit Jeans, allerdings die Jacke, das hat schon etwas Trachtenmäßiges.
Andreas: Die Jacke ist eine sportliche Tracht, ja!
Lücke: Sie können sich das anschauen bei uns über die Studiokamera auf hr4.de. Du bist ja auch schon einmal abfotografiert worden – weil Du Bauernball gesagt hast - auf einem Jungbauernkalender, für die Damen zur Freude, für die Herren zum Neid, schauen Sie sich’s einmal an, googeln Sie „Andreas Gabalier“ und „Bilder“ da sehen’s ihn mit nacktem Oberkörper, Steirische, natürlich sonst hat er schon was an, seine Krachlederne, alle Achtung, hat’s Spaß gemacht das Fotoshooting?
Andreas: Das war natürlich ein Spaß, ja sowieso, das ist auch das Foto, auf das ich am allermeisten angesprochen werde, das die meisten Zeitschriften haben wollen, von „so sexy kann Volksmusik sein“ bis ….. (lacht) Ja es macht einfach Spaß, es macht mir Freude, es ist sehr sehr viel Neuland und ich hoffe, es geht so weiter.
Lücke: und alle Damen und Herrn rennen jetzt sofort zum Computer und googeln herum, um sich das Bild anzuschauen. Andreas Gabalier „so sexy kann Volksmusik sein“ – der nächste Titel
 
4. Lied: „Fesche Madeln“
 
Lücke: Du hast mir grade erzählt, da waren so ein paar Country–Elemente in dem Titel mit drin und das ist eigentlich erst während der Aufnahmen entstanden
Andreas: Ja, so wie bei vielen Liedern. Ich produziere in Berlin in den Mitte-Studios, direkt am Potsdamer Platz ist das und ja, also ich hab meine Rohfassungen, die ich dort einmal hinausschick, die Musiker warten schon draußen auf mich, wir haben momentan ja grad wieder einmal Produktionsphase, das neue Album kommt im Frühjahr und ja, die Lieder entstehen da draußen, jeder Gitarrist, jeder Pianist, der Schlagzeuger, der Produzent, alle liefern irgendwo so ihre Ideen mit ab und bringen a paar ganz ausg’fallene Vorschläge, so wie da jetzt auch bei dem Lied „fesche Madeln“ dass da vielleicht a bisserl a Country-touch hineingehört und so war’s. I hab mir am Anfang nichts vorstellen können, das Lied ist dann aber ganz lustig word’n und es ist das, das live am allerbesten funktioniert.
Lücke: Das heißt dann aber auch, Du brauchst dann Musiker ... oder das ergibt sich so, vielleicht haben Musiker auch diese Ehre in sich, die nicht einfach so sagen, so ich hab jetzt grad mal Dienst im Studio und nehm eine neue CD auf für einen Herrn Andreas Gabalier, aus!!!
Sondern das müssen dann schon Leute sein, die Spaß und Freud’ haben, Mensch, da könnt’s jetzt grad mal ein Lied eigenintonieren lassen.
Andreas: Ja, das is a ganz a liebes und tolles Team, muß i sagen, das i da erwischt hab, die haben große Freude daran Volksmusik zu machen, das is für sie Neuland, die haben sonst ganz andere Musik produziert und so ist das irgendwie gewachsen und ganz bestimmt mit ihnen gemeinsam ein eigener Sound geworden.
Lücke: und die Rohfassung bringst Du selbst mit, das heißt Du hast zu Hause, obwohl Du gerade erst bis vor kurzem Student warst, ein eigenes Tonstudio, wie finanziert man so was als Student?
Andreas: Also ich selber hab kein eigenes Tonstudio, das hat mein Nachbar im Keller, ein Tonstudio ist zuviel gesagt, da steht der Computer, ein Mikrofon und ein Keyboard und darauf gibt’s gewisse Sounds, wo man einmal anfangt irgendwie mit so einer Begleitautomatik sich einen Rhythmus herauszusuchen und dazu schreib i dann a Lied. Im Tonstudio wird das dann natürlich alles ganz anders g’macht und neu aufg’nommen und so entstehen meine Lieder.
Lücke: Warum studiert jemand wie Du nicht Musik, sondern Jura, das ist etwas ganz anderes.
Andreas: Ja, wenn ich das noch wüsste …?
Lücke: Das Jurastudium längst vergessen?!
Andreas: Vergessen ist es nicht, es ist erst seit dem Herbst a bisserl still gelegt, schau ma amal wie’s weiter geht. Momentan hat sich musikalisch einfach so viel getan und ja …
Lücke: Mit dem nächsten Titel warst Du beim Grand Prix der Volksmusik dabei für Österreich. Es hat nicht fürs Siegertreppchen gereicht, aber dabei sein ist – glaub ich – alles und vielleicht erinnern sich ja einige Damen und Herrn, dies geschaut haben und vielleicht von Deutschland aus für Andreas Gabalier gestimmt haben. Ich sag mal die hochdeutsche Fassung: „So lieb hab ich Dich“ und Du sagst das ganze jetzt noch einmal in Deinem Dialekt
Andreas: So liab hab i Di
 
5. Lied: „So liab hab i Di“
 
Quizfrage der Sendung: „Wie heißt die Stadt aus der Andreas Gabalier kommt?“
 
6. Lied: „Amoi segn ma uns wieda“
 
Lücke: Da muss ich doch, bevor wir zur Hitparade kommen, Andreas noch mal was fragen. Wenn ein Mitzwanziger davon singt, dass er irgendwann auf die alten Tage die Augen schließt, die Augen zumacht und Abschied nimmt und wir uns dann irgendwann in einer anderen Welt wieder sehen, das sorgt für Furore, oder?
Andreas: Ganz bestimmt, also das ist das Lied, das bei uns in der Heimat für die meiste Aufregung gesorgt hat. Die Leute wünschen sich’s immer wieder. Ja, i mach mir einfach Gedanken auch über das Leben darnach, vielleicht. Jeder von uns hat irgendwo schon einmal einen Großvater oder wen auch immer
verloren im Leben, weil das Leben einfach irgendwann zu Ende geht und Gabalier steht ganz bestimm auch für Emotion und das war einfach so mein Beitrag über das Leben darnach.
Lücke: und es wird häufig, hat er mir verraten, auch bei Begräbnissen tatsächlich gespielt und gesungen!
Andreas: Ja, das freut mich immer wieder, da kommt eigentlich ein Drittel meiner Fanpost wegen diesem Lied daher, von Leuten die sich da einfach bedanken und sagen „Mein Gott, wir haben das g’hört in der Kirche und da waren alle Leute wirklich zutiefst gerührt und das gibt einfach irgendwie Hoffnung auf ein Leben darnach oder einfach auf ein Wiedersehn und ja, das gibt’s ganz bestimmt!
Lücke: Jetzt eine abrupte Überleitung ins Diesseits wieder zur Hitparade ........
Andreas Gabalier noch bei uns, und bevor ich’s vergesse, natürlich gibt es eine Internetseite www.andreas-gabalier.at und da kriegt man viele Informationen über ihn und wer keinen Computer hat, kann sich wenden an Adlmann Promotion ……. das geben wir natürlich auch alles weiter ans Hörertelefon.
Wir könnten noch tausend Sachen besprechen, das Bergsteigen und sonst was, die Zeit haben wir leider nicht mehr. Ich möchte noch gern wissen, wir sehen Dich demnächst im Fernsehn, bei uns nächste Woche zeichnest Du auf für das SWR-Fernsehn?!
Andreas: Genau in „Fröhlicher Weinberg“, wir sind auch am 30. April – glaub ich – bei der „Wernesgrüner Musikantenschenke“ mit dabei, beim MDR-Fernsehn.
Lücke: Die Sendung SWR, das kann man schon sagen, geplant am 26. März, 20.15 Uhr
Andreas: Genau! Ja, da freu ich mich, Fernseher einschalten, zuschaun!
Lücke: und live erlebt man Dich in Deiner Heimat ständig und da gibt’s ein Riesenevent im Herbst?!
Andreas: Das erste eigene Open Air ist geplant, zusammen mit dem Nik P., i glaub, den kennt’s Ihr sowieso alle vom „Stern der seinen Namen trägt“ Er ist mein Studiokollege, wir sind die einzigen 2 Künstler die im Hause der Stall-Records produziert werden und ...
Lücke: Jetzt müssen wir natürlich erwähnen, dass es noch –zig andere Plattenfirmen gibt, damit wir keines auf den Deckel kriegen, wir dürfen keine Werbung machen.
Andreas: A ja, ist ja auch keine Plattenfirma, ist nur ein kleines Tonstudio und na ja, wir zwei machen das erste Open Air in Teufenbach in der Obersteiermark, 8833 Teufenbach, am 28. August diesen Sommer. Wir hoffen auf schönes Wetter, wir sind guter Dinge, dass viele, viele Besucher kommen werden, Karten gibt’s im Ticket-Zentralkartenbüro, in Deutschland weiß ich jetzt gar net, wahrscheinlich auch übers Internet …!
Lücke: auf jeden Fall übers Internet, der beherrscht seinen Job, macht da a mords Werbung draus. Und die neue CD kommt im Frühjahr, das heißt wir sehen uns wahrscheinlich ganz bald schon wieder?! 
 

 

 
Andreas: Wär doch schön. Ich bedanke mich bei den ganzen Zuhörern von hr4, schön, dass es Euch g’fallt, dass die Musik da immer wieder gewunschen wird. Danke, das war’s für mich,

 

mein Name ist Andreas Gabalier
 
Lücke: und dem ist nichts hinzuzufügen.
 
Andreas: Bis zum nächsten Mal!      
               
 
 

       

Moderator Ingo Lücke begüßte Samstagabend Andreas Gabalier im hr4-Studio.
Moderator Ingo Lücke begüßte Samstagabend Andreas Gabalier im hr4-Studio.

 

Bild: © hr

     

Hier ist Andreas Gabalier kurz vor dem Interview.
Bild: © hr
Hier ist Andreas Gabalier kurz vor dem Interview.

 

 
 
 
 
 
Bei Andreas ist alles in Ordnung zu sein.

 

Bei Andreas ist alles in Ordnung zu sein.

Bild: © hr
Natürlich gab Andreas auch Autogramme.
Bild: © hr
Natürlich gab Andreas auch Autogramme.
 
             
 

                                                                    

 
Andreas Gabalier – Interview Aufzeichnung  auf Radio Grün-Weiss am 21.5.2010
 
Andreas: Griaß Eich erst amol liebe Hörer von Radio grün weiß. Ja was soll i sagn, a Jahr is vergangen, Ende Mai wird’s bald wieda und das neue Album is a bald da. Es hat lang dauert, die Produktion war diesmal doch a Eckn mehr zeitintensiv als das 1. Album dös war und ja, was soll i sagn, dös bin absolut wieder i, dös san meine Liada, i hab sie wieda selber schreiben dürfn und ja am 28. Mai is es so weit. I hab’s ‚Herzwerk’ getauft, weil’s mi absolut wieder in allen 12 Liedern widerspiegelt und ja, lasst’s Euch überraschen!
 
Mario Freiss: Also einen kleinen Vorgeschmack gibt’s ja schon mit der aktuellen Single „mei Herz schlogt nur für di“ und i glaub, da kommen ja die Damen ganz speziell auf die Kosten, es ist so a richtig gefühlvolle Ballade.
 
Andreas: Ja, i glaub a, dös hat ja im vergangenen Jahr mit „so liab hob i di“ ganz guat funktioniert, dös bin anfach i, dös war a alter „Einiraunzer“ und i hab gedacht so irgendwie muaß ma da schon auch fortsetzen. Das Album is in Summe sicherlich kraftgeladener, es san a Haufn rockigere Nummern drauf, also es is schon a bisserl kerniger noch als das erste, aber es is natürlich, die gewohnte Gabalier-Emotion is dabei!
 
Moderator: In einer Broschüre hab ich gelesen, in einer Zeile da is gestanden: Andreas Gabalier kann man unter Austropop genauso einordnen wie unter volkstümliche Musik, also wo siehst Du Dich jetzt eher, oder in beiden beheimatet?
 
Andreas: Ja, das is sehr schwierig, dös werd i sehr sehr oft gfragt, i glaub es gibt koa richtige Schublade, i hör sehr oft der Schlagerstar, der Volksmusikstar, der
 
Moderator: Hauptsache Star, oder?

Andreas: Dös is eigentlich a Wort, was i selber gar net gern in den Mund nimm, i sag dann immer i bin einfach i, macht’s euch einfach euer Büld, das Schöne ist, es spricht sehr sehr viel Publikum an, aus sehr sehr viel unterschiedlichen Genren. Es gibt koa richtige Schublade, koa Volksmusikschublade, koan Schlager oder koan Austropop, es is glaub i a Mischung aus allem und dös bin einfach i.

Moderator: Im letzten Jahr wurdes Du ja bei jedem Auftritt angekündigt als der Newcomer, als der neue Liebling der Szene, fühlst Du Dich heuer 2010 auch noch als Newcomer oder fühlst Du Dich schon als Teil der Szene?
 
Andreas: Ja zum Teil natürlich Teil der Szene, aber es gibt natürlich so wie jetzt in Deutschland, in den Beneluxstaaten, in der Schweiz, wo wir jetzt auch Ende Mai wieder sind beim Musikantenstadl und vorher auch an Auftritt hobn, die CD präsentiern, das is natürlich schon großteils sag i jetzt, schon noch Neuland für mich, net ganz, also das Liad „So liab hob i di“ is da wirklich überall hinaus gewandert über die Grenzen, aber ja in Summe gibt’s da schon noch viele viele Leute, über die österreichischen Grenzen hinaus, die das no net so guat kennen, wia bei uns da Ihr liabn Steirer, ja somit seh i mi schon noch a bisserl als Newcomer.   
  
Andreas: Das Jahr hat schon wieder großartig ang’fangen, wir haben a paar tolle Fernsehsendungen schon aufgezeichnet, a paar hat’s schon live geben, jetzt am Samstag, den 29. steht der Musikantenstadl in der Schweiz an. Wir sind grad auf Promotiontour so schön langsam von Bundesland zu Bundesland und auch über die österreichischen Grenzen hinaus. Das neue Album steht an, am 28., jetzt am Freitag is es so weit, ‚Herzwerk’ hab ich’s getauft, es sind wieder 12 Lieder von mir, die i wieder selber gschriebn hab und ja i hoff, es wird Euch auch wieder so guat gfalln wia mei erstes Album. 
 
Moderator: Also kann man sagen ‚Herzwerk’, da erwartet die Fans von Andreas Gabalier wieder typisch Andreas Gabalier, a bisserl rockig, a bisserl was fürs Herz, bodenständig, alles dabei, oder?!
 
Andreas: Auf jeden Fall in Summe a bisserl kerniger - also der Wunsch von vielen vielen Fans war der, „bring a paar flottere Nummern und und und …“ Es haben sich viele viele DJ’s irgendwo eine Tanznummer gewunschen, das is das Liad „I sing a Liad für di“, das is mit drauf so a Fox zum Tanzn und und und, aber doch auch die gewohnte Emotions-geladenheit, glaub i, die sich die Leut schon a erwarten und alls in allem wieder aus meinem Herzn, mein Herzwerk, die 2. CD.    
 
Moderator: Emotionsgeladen sind ja auch Deine Auftritte, die Du ja auch schon für uns, für Radio grün-weiss auf der Bühne gestanden bist. Wie wichtig ist es Dir trotzdem, wieder nach der Studioarbeit, nach der Promotionarbeit, nach den vielen vielen Terminen, die’s zu bewältigen gibt, dann wirklich wieder auf der Bühne Gas zu geben?

Andreas: Ja unbedingt, i glaub das i so für’s ‚Ego’ für an Künstler das Um und Auf, dass net nur, wie soll i sagn, die Liader nur im Radio gspült werden, sondern dass dös a live a Gaudi is und i muass wirklich sagn, da kann i auf Holz klopfn, muass i auf Holz klopfn, das lauft bei mir sehr guat. I fühl mi sehr sehr wohl auf der Bühne, es is ganz egal, wo ma hinkommen, jetzt warn ma erst amol in München, schon a bisserl weiter weg, die Leut haben überall a Freud, es is überall a tolle Stimmung. Da in der Steiermark natürlich speziell, wann ma da die Obersteirer und dös Steirerland und konsorten spielen, dann passt das sowieso, aber natürlich das Live-G’schäft macht mir große Freude, großen Spaß und i freu mi schon riesig wieder auf die nächsten Auftritte da bei uns in der Steiermark.   

Moderator: Jetzt gibt’s auf der neuen CD Herzwerk wieder eine breite Palette an Stilen, an Richtungen, auch wenn Du sagst, es wird auch a bisserl flotter stellenweise, worauf berufst Du Dich, was hört jetzt der Andreas Gabalier dann doch so privat?
 
Andreas: Buntgemischt, als i hab jetzt erst letztens amol die Schallplatte von meinem Papa von der Edith Piaff überspielt, damit i das auf mein Handy drauf hab und ja alles durch die Bank, i hab letztens amol was von da Nana Mouskuri runtergladn, i hör mir aber genauso a richtig hartn Rock an, also alles was da von Metallica übergeht irgendwo. I fahr sehr viel im Auto, i hab meine ganzen Jugend-CD-Sammlungen, sag i jetzt amol, einmal so wieder ausgegraben, weil i einfach sehr viele Stunden im Auto verbring und da so schön langsam meine alten CD’s wieder amol durchhör. Das geht über die Purple und und und, die Retro Chilly Papers, sehr viel auch steirische Musik, also i hab a paar so Sampler, wo wirklich viel urige Gstanzl drauf sind und so weiter, die i dann amol privat, wann i unterwegs bin, auf der einen oder anderen Almhüttn amol wieder spiel, wann i a Harmonika hernimm, bis hin zum Schlager eigentlich, der mir a wieda ganz guat gfallt und einfach a sehr viel Radio natürlich, a Radio grün-weiß, wenn i durch die Steiermark fahr.

Moderator: Es is glaub ich eines zu sagen, in diesem Einheitsbrei der CD’s die da so eintrudeln, auch bei uns, da hebst Du Dich ja wirklich positiv hervor! Jetzt gerade diese Mischung, die Du auch angesprochen hast, so die Gruppen, die Du hörst, wann hast Du den Entschluss gefasst, es ist ja trotzdem auch a bisserl ein abenteuerlicher Entschluss gewesen, diese verschiedenen Stile unter einen Hut zu bringen? Was Dir aber jetzt doch sehr gut gelungen ist!

Andreas: Ja, alles in allem bin einfach i, das Schlimmste für mi war immer, wenn i mir irgendwo a CD kauft hab und da war dann vielleicht nur 1 Lied obn oder 2, die mir gfallen haben und i hab mir gedacht, ja i hab einfach so einen breiten Musikgeschmack, mir gfallen einfach so viele unterschiedliche Richtungen, dass i mi da jetzt a net exakt auf eine Richtung spezialisieren wollt oder ja, wie das ganze Thema CD vor an Jahr aufkommen is, das erste Album, hab i mir gedacht, i möchte sie auf jeden Fall so produzieren, dass viele meiner Musikgeschmäcker irgendwie drinnen sind, auf meinen Stil produziert und ja grad die 2. CD bringt das jetzt vielleicht noch a bisserl mehr heraus, da is noch a bisserl mehr Abwechslung drauf von Rock, Pop bis hin zur urigen Volksmusik, Gabalier einfach alles drauf.
 
Moderator: Wenn jetzt der Stern des Andreas Gabalier weiter so aufsteigt, wie er jetzt mit der ersten CD aufgestiegen ist, dann wirst Du ja den Olymp bald erreicht haben in dieser Branche, ist das wirklich ein Ziel auch für Dich oder macht einem das, wenn das so rapid geht, macht einem das auch a bisserl Sorgen oder beängstigt einem das?
 
Andreas: beängstigen tuats mi net, i hab wirklich a richtige Freude dabei, es is für mi a kleines Lebenswerk wordn, ganz egal was jetzt noch kommen wird, das vergangene Jahr war natürlich a Überhammer. Es hat sich so viel getan und i hab mir nicht gedacht, dass man dös vielleicht noch irgendwie toppen kann oder, keine Ahnung, aber es ist heuer schon sehr viel passiert und jetzt haben ma ja erst Mai und es steht noch einiges am Plan, einige wirklich große Fernsehsendungen. Es geht eigentlich gleich weiter, wenn net sogar noch mehr als im Vorjahr. I hoff natürlich, dass Euch die zweite CD auch so gfallen wird, wia die erste oder vielleicht so wia mir noch a Stückerl mehr!             

 

Andreas GabalierInterview im Radio Kärnten „Cabrio“ am 31.5.2010
kurz nach 15.00 Uhr
 
Andreas: (auf die Frage nach der Lederhosn!)Ja immer wieder, heut amol net, heut hab i amol a komottere Hosn an, nachdem wir da auf Promotiontour san von Radio zu Radio und da siahgt mi eh kaner, oder fast kaner. 
 
Sonja Kleindienst (lacht): Ich seh dich, aber er sieht sehr schick aus, sehr fesch aus. Andreas Gabalier ist heute bei uns zu Gast im Radio Kärnten „Cabrio“, mit neuer CD. Aber irgendwie: vom Outfit her, schauts ihr euch a bisserl ähnlich die CD oder besser gesagt das Cover und du.
 
Andreas: Ja fast. Also erst einmal ‚Hallo’ in Kärnten! Es freut mich, dass ich da sein darf, bei euch. Ja, das  Outfit hab ich wieder einmal selber gemacht, vom Cover auch. Es ist innen rot-weiß kariert so wie mein Schneuztücherl einfach a ist. Das ist mein Fanartikel, ich wollt keine Kapperl, T-Shirts oder Sonstiges. Sondern i hab mir gedacht, ich beschränke es auf eine Schneuzfahne, auf ein rot kariertes Taschentücherl und ja, so haben wir jetzt auch die CD innen ein bisserl designed von der Grafik her. Ja, Herzwerk heißt’s. Es ist seit Freitag im Handel. Und i hab schon sehr viele Rückmeldungen von vielen vielen lieben Kärntnern und -rinnen bekommen übers Wochenende. Ja, das freut mich. Es tut sich viel im Gästebuch, ich komm fast nimmer nach mit der Beantwortung, das mach ich jetzt immer am Beifahrersitz im Auto.
 
Moderatorin: Wird dir da nicht schlecht, mir wird immer schlecht. Ich kann ja nicht lesen im Auto.

Andreas: Ja des geht, auf der Autobahn geht’s eh relativ ruhig dahin, i muass die Zeit irgendwie nutzen, sonst komm i net mehr dazua eigentlich.

Moderatorin: Das heißt Du bist volle Wäsch’ eingeteilt, Andreas, seit der Grand Prix-Geschichte letztes Jahr, 2. bei der Vorausscheidung und dann auch gut abgeschnitten beim Grand Prix selber, geht’s steil bergauf mit Dir, oder?
 
Andreas: Es war a gewaltiges Jahr, i weiß net, ob ma’s wirklich so planen hätt können, ob ma sichs überhaupt so gewünscht hat am Anfang, oder? dös ist einfach so passiert, ja und diese ganzen großen Fernsehsendungen, da sag i da einfach a „Dankeschön“ an den ORF Kärnten, dass ihr mi da so brav und liab spülts. I war ja zu Gast auch schon  im Fernsehen da bei Euch. Ja, es hat holt einfach irgendwie so sein sollen. I hab dös Liad damals abgebn, das hot funktioniert …!
 
Moderatorin: „so liab hob i di“ hat dös damals g’heißen
 
Andreas: genau!
 
Moderatorin: Ja, und jetzt wieder ein neues Album und lauter Titel drauf, die Du auch wirklich alle selber gschrieben hast, das ist ja auch etwas, das muass ma jetzt a bisserl erklären, was gar net so einfach und alltäglich is in der heutigen Zeit, dass ma einem jungen Künstler auch diese Chance gibt, dass er seine eigenen Titel singen darf und produzieren darf.
 
Andreas: Das is es, da muaß i mi a bei der Plattenfirma bedank’n, dass sie da so hinter mir stehn und beim Management. Ja, die sagn einfach „schreib Dir’s selber so guat Du kannst und wir vertrauen drauf, dass das passt“ und das hat funktioniert und i bin froh, dass i do meine Freiheiten hab. I schreib sie selber, viele sind a do am Wörthersee entstandn in meiner Barkeeperzeit, Kellnerzeit muaß ma sagn.

Moderatorin: Do, direkt am Wörthersee, wo warst denn da?

Andreas: beim Weißn Rössl am Südufer, ja und da hob i den Kellner, Bademeister am Nachmittag und und … gespielt.

Moderatorin: … und Mädchen Unglücklichmacher ..?!
 
Andreas: Eijjajajaaah, dort sind viele Lieder entstanden, muaß ma wirklich sagn, so Ideen, die i dann auch hergnommen hab, Erlebnisse, die i da versuch in meine Lieder mit einzubindn und so is einfach auch das 2. Album wieder fertig und i hab a Freud damit, toll, und es lauft einfach schön, …
 
Moderatorin: Du, horch ma eini oder? „mei Herz schlogt nur für di?“ für wen, nur für di?
 
Andreas: ach, net nur für mi …!
 
Moderatorin: Darfst Du dös irgendwie verraten ...?
 
Andreas: Für alle liaben Kärtnerinnen!
 
Moderatorin: Ha, ha, du kloaner Schleimi, „mein Herz schlogt nur für di“. Andreas Gabalier stellt heute hier bei uns in „Cabrio“, Radio Kärnten sein neues Album vor, ein Titel daraus jetzt bei uns …
 
Lied: „Mei Herz schlogt nur für di“

Moderatorin: Cabrio fahrn, hast Du selber auch so an Flitzer …?

Andreas: Nein, nein, leider wül i gar net sagn, ich glaub mir is z’warm. I bin schon a paar Mal mitgfahrn und im Sommer, wenn’s schön warm is, da brennt einem die Sonne so aufn Kopf und überall drauf, dass ma eigentlich mehr schwitzt als in an zuen Auto
 
Moderatorin: Dös brauchst Du net, aber so a Traktor, tät Dir wahrscheinlich taugn, wenn ma da deine Titel so anschaut, die da auf dem Album oben sind z.B. „Bergbauernbuam“ und so, Traktorfahrn, scho amol probiert, oder?
 
Andreas: I hob an alten Traktor, also i hob ja mein Großvater da ghabt in Auen am Wörthersee, wir haben dort immer noch a kloans Grundstückerl im Wald drinnen mit an klanen Badeteich und ja da hobn ma immer noch an ganz an alten ‚Wachalowski’ und mit dem fahr i ab und zua, der is blitzblau und so grad im Herbst, wenn’s a bisserl ans Laub rechen geht oder da Frühjahrsputz, da führ i das Laub mit meinem alten Traktor zsammen.
 
Moderatorin: Na bitte, mitn Traktor unterwegs und da entstehen dann so Lieder wia z.B. da Bergbauernbua ..! Bist Du jemand der gern in die Berg unterwegs is, wandern geht oder aonfach die Stille oder was auch immer dort oben genießt?
 
Andreas: Absolute Leidenschaft, ja i bin a do in Kärnten schon viel unterwegs gwesen, in den Karawanken, am Dobratsch, auf der Gerlitzen, da nach Slowenien runter weiter, doch, das gibt mir anfach sehr vül, das war immer schon a Leidenschaft, ob mitn Tourenski, ob mit an Wanderschuah, aner Kletterausrüstung, mit an Dirndl oder doch mit den Kameraden, wo’s dann no a bisserl härtere Touren gibt, da eigentlich ist dann der Urgedanke meiner Musik dann entstanden. I hab die Großväter da oft bewundert, die auf diversen Almhüttn Harmonika gspielt haben und i hab mir damals gedacht vor guat 2 ½ Jahrn, i brauchat a irgendwie so a Harmonika und i hob mir dann ane kauft.
 
Moderatorin: Erst vor 2 ½ Jahr?
 
Andreas: Ja!
 
Moderatorin: Früher hast überhaupt net gspielt?
 
Andreas: Na! Und so hat das dann irgendwie angfangen. Mir hat mei Cousin so die Grundzüge zeigt und i hob oanfach dahingedrückt und irgendwie dann vor an guatn Jahr hat das dann anscheinend g’reicht, dass es Euch gfalln hat beim Radio. Wir haben dös dann vernünftig produziert in Berlin und ja da obn san einfach dann viele viele Lieder entstanden, muass i sagn.
 
Moderatorin: Jetzt eben auch das 2. Album, dös is vor kurzem auch in München präsentiert worden, das muass ja ganz a tolle G’schichte gwesen sein. Erzähl amol, wo war das ganz genau?
 
Andreas: Ja, dös war in der Freiheizarena, da war von den Plattenfirmen anfach so a Newcomer-Vorstellung, i hob dort a, war einer der ersten Auftritte a mit Liveband seit der Brunner&Brunner–Tournee im Herbst, ja und das macht natürlich Spass. I glaub dass sich mei Musik a da sehr dafür eignet, es is mir a großes Anliegen musikalisch sehr sehr hochwertig zu produzieren und wir haben wirklich fast alle Instrumente live eingspielt, was ja in der heutigen Zeit a nimma ganz so selbstverständlich is, aber mir liegt das anfach am Herzn und des passt, glaub i, auch fürs Liveprogramm sehr guat, dass ma dann a künftig a amol, wann’s a sich amol anbietet mit Band spielen wird.
 
Moderatorin: Du hast gsagt, Du hast vor 2 Jahren erst mit der Harmonika angfangen, aber Du hast sicher früher als Kind schon a Instrument glernt, oder?

Andreas: I hab Klavier spüln miassn, ja, da war die Mama dahinter, habs aber dann wieder sein lassn, weil mir damals in der Volksschule anfach des Verständnis für die klassische Musik gefehlt hat. Das hat dann eigentlich erst wieder in der Pubertät angfangen, wo i ma a Westerngitarre kauft hab, ja und dann anfach begonnen hab a bisserl an Austropop zu spielen, für mi so als Hobby, wenn a Kollege amol an Geburtstag ghabt hat oder so, hast amol Gstanzl gspült, ja und dann eigentlich erst vor 2 ½ Jahr durch die Steirische Harmonika is das dann irgendwo mehr wordn.Mei Nachbar hat im Keller so an Probraum, neu eingrichtet und i hab gsagt, „I hätt a Gedicht, lass mi dös irgendwie mit da Gitarre oder da Harmonika da  aufnehmen“Mit dem Bandl bin i dann eigentlich zum Radio gangen und so hat des alls angfangen.

Moderatorin: So hat die große Karriere begonnen des Andreas Gabalier - mittlerweile gibt es das 2. Album, „Herzwerk“ heißt es, einen 2. Titel einen letzten Titel für heute wolln wir uns auch noch gemeinsam anhörn, das is dieser „Bergbauernbua“, von dem wir früher gredet haben. Gibt’s a spezielle Bewandtnis dazua?
 
Andreas: Ja i hob mei Oma obn in Neumarkt in der Steiermark, die Maria Knauder, die hört wahrscheinlich heut a Radio Kärnten, die empfangen dös alle noch, ja und dort san anfach vül Liada entstandn am Fuße der Seetaler Alpen und dorthin möchte i a alle meine liabn Kärntner und Kärntnerinnen noch einladn, dort haben ma am 28. August mitn Nik P. das große Open Air in Teufenbach in der Steiermark und ja es is in Nik sein Open Air, i bin mit dabei, also wir san im Hause der Stall Records zu Hause und mir gfreun ma uns anfach auf Euer Kommen.
 
Moderatorin: Dankeschön, Andreas, i gfrei mi, dass Du heut bei mir vorbeigschaut hast!
 
Andreas: Ja, danke meine liabn Kärntner und Kärntnerinnen, dass Euch mei Musi so gfallt, i sag anfach „Danke“, dass ihr Euch auch die Cd’s a noch kaufts. I hab jetzt amol a so a Statistik gsehn und glei nach der Steiermark ist da Kärnten drankommen mit der Häufigkeit. Machts weiter so, ich wünsch Euch viel, viel Freude mit meiner Musik.
Danke Dir da fürs da sein im Studio und bis bald!
 
Moderatorin: Danke schön, pfiat di Andreas!
 
Andreas: baba!         

 

Andreas Gabalier – Interview bei Radio Harmonie am 31.5.2010
kurz nach 16.00 Uhr
 
Birgit Kaspar: … er ist über Nacht zum Superstar geworden, Andreas Gabalier ist bei mir im Studio, hallo!
 
Andreas: Hallo, servus!
 
Moderatorin: Jetzt muss i gleich zu Beginn fragen, es war wirklich eigentlich über Nacht, oder? was auf Dich zu gekommen ist oder hereingebrochen ist!?!
 
Andreas: Ja, absolut, i hab a Lied aufgnommen bei an Nachbarn im Keller, der so an kleinen Proberaum hat, es war damals a Gedicht für a Mäderl, das Liad hob i anfach zum Radio tragn und irgendwie hat’s so sein sollen, dass dös anscheinend so aufgeht. Es hat sich im letzten Jahr Gewaltiges getan, begonnen hat’s eigentlich mit dem Musikantenstadl im April in Tulln, weitergangen is mit der Österreich-Vorausscheidung zum Grand Prix der Volksmusik mit dem 2. Platz nach’n Pfarrer Franz Brei,  da hob i grad a bisserl z’wenig Heiligschein ghobt noch,
dann das ‚Wenn die Musi spielt Open Air’, da bei Euch in Bad Kleinkirchheim im Juli, das Finale im August, die Hans-Hinterseer-Show im September, Weihnachten auf Gut Aiderbichl im Dezember und so is’ dahingangen. Ja das Album „Da komm ich her“ war in kürzester Zeit vergoldet, Platinstatus mittlerweile und was soll i sagn, alles Sachen von denen man irgendwo träumt als Musiker, glaub i, und das is mir irgendwie alls miteinand in an Jahr passiert sag i immer.
Moderatorin: Das i ein Wahnsinn, und das Lied von dem Du da jetzt gredet hast, das Du da ganz am Beginn im Keller eingesungen hast is „So liab hob i di“ nehm i an?
 
Andreas: Das erste war „mit Dir“, also das hat in der Steiermark ang’fangen und mit dem „So liab hob i di“ ist’s dann eigentlich letzt’s Jahr um die Zeit weiter gangen. Da hat’s gheißen, wir brauchen a neichs Liad und auf dös san dann irgendwie auf einmal alle Sender in Österreich angsprungen und mittlerweile auch weit darüber hinaus über die österr. Grenzen und ja, es funktioniert einfach gewaltig. Danke, dass es Euch in der kurzen Zeit so guat gfallen hat einfach.   
 
Moderatorin: und wie is das, Du hast ursprünglich Jus studiert oder studierst Du noch oder ist’s vorbei damit?
 
Andreas: I schaff’s nimma, es is anfach immer turbulenter wordn, ob gewollt oder auch nicht, dös is anfach so dahin gangen und das lasst sie nimma unter’n Huat bringn. Es passiert so vül, i schreib di Liada selber, (Einwurf der Mod.: „schad!“) ja schad, momentan tuats mir gar net so leid. I hab a richtige Freud beim Musiziern. Es funktioniert das Live-Programm sehr sehr gut, in dem Sinn darf i vielleicht a glei einladn am 28. August habn ma das Open Air von Nik P. in Teufenbach, das is a ganz a liaber Freund von mir und auch Tonstudio-Kollege, wir werden im Hause der Stall Records bei Klaus Bartelmuss in Teufenbach, gar net weit weg von da, produziert, die Friesener (??) Bundesstrasse durch auffi in die Steiermark und dann san ma eh schon da, ja und wir laden Euch da herzlich ein zum Open Air am 28. August und freuen uns natürlich auf viele viele Kärntner Fans
 
Moderatorin: Du und wenn ma sich jetzt den Termin net grad so merkt, gibt’s eine Homepage von Dir, wo man das alles nachlesen kann?
 
Andreas: Natürlich unter www.NikP.com oder a bei mir www.andreas-gabalier.at stehen da alle Infos drauf. Karten leg i allen, die sich das überlegen vorbei zu schauen, ans Herz, dass es Euch relativ bald besorgts, es is eine limitierte Auflage, weil das Gelände dort im Park von Teufenbach net endlos groß is, im Zentralkartenbüro gibt’s da die Tickets und schauts vorbei, wir freuen uns.
 
Moderatorin: So jetzt haben wir über Sachen aus dem letzten Jahr gesprochen, wir haben über Auftritte gesprochen, wir sprechen noch über das was kommt oder schon da ist kann ma sagen, seit dem 28. Mai ganz genau, das neue Album „Herzwerk“ und einen Titel daraus hör’n ma uns jetzt einmal an …
 
Andreas:  Genau, es is das erste Lied am neuen Album, i hob die Lieder wieder selber gschriebn und es is die neue Radio Single, die letzte Fernsehsingle auch vom Musikanten-stadl, wer am Samstag dabei war auf ORF 2 „Mei Herz schlogt nur für di“ …
 
Moderatorin: … unser Schlager der Stunde und darnach geht’s weiter mit Andreas Gabalier, der auch einiges für Sie mitgebracht hat
 
Lied: „Mei Herz schlogt nur für di“
 
Moderatorin: Dein voriges Album hat Platinstatus erreicht, da war bei uns sehr bekannt die Single „so liab hob i di“ davon, und vorhin haben wir gehört Deine neue Single „mei Herz schlogt nur für di“–jetzt erzähl a mal, wie schaut’s da mit einer zugehörigen CD aus?
 
Andreas: Ja wir haben natürlich den Hörern von Radio Harmonie auch eine mitgebracht, i bin ja schon seit einer Woche auf Promotour durch den deutschsprachigen Raum, muass i mittlerweile schon sagn, ja die letztn guatn Stückaln die haben ma natürlich für Kärnten aufgehoben, da endet jetzt dann auch schön langsam die Promotiontour für das neue Werk, mein ‚Herzwerk’ und ja, i hätt gsagt die verlosn ma, ja 3 Stück hab i mitbracht,
 
Moderatorin: Die können wir gerne verlosen, aber vielleicht kannst zuerst amal erzählen, was ma da drauf findet, man kauf ja nicht gerne die Katz im Sack.
 
Andreas: Genau, also wer das erste Album kennt „Da komm ich her“, dem die Musik einfach irgendwie gfallen hat, der is beim 2. Album auch absolut richtig, glaub ich, sie is in Summe sicher a bisserl kerniger wordn, es sind viele viele Fans mit dem Wunsch an mich herangetreten, irgendwo noch a bisserl mehr flotte Nummern zu machen. I hab das so a bisserl mehr in die Rockrichtung gestaltet, also deswegen Schlager passt vielleicht gar net so wirklich jetzt als Begriff, es geht eher in die Richtung volkstümlicher Austropop oder so irgendwo und ja so a Mischung draus is das 2. Album geworden. Es gibt aber auch natürlich Tanznummern, es sind viele Dj’s daher kommen, mach was zum Tanzen in Diskotheken und das is das Lied „I sing a Liad für di“ das hat anfoch so an Rhyhmus zum Tanzen, ja buntgemischt, buntgemischte Rhythmen, Andreas Gabalier anfoch!
 
Moderatorin: Seit 28. Mai gibt es sie nun in jedem gut sortierten CD-Handel und man muss jetzt no amal sagen, Du hast auch von dieser CD jeden Titel selbst geschrieben!
 
Andreas: Ja, mi freuts, dass i nach wie vor die Freiheit auch hab … (leider etwas vorzeitiges Ende der Aufnahme)
 
 
 

8.7.2010 Andreas beim RGW Open Air -  den Ausschnitt sollte man sich nicht entgehen lassen ....

http://www.kanal3.tv/eventscout.php


25.6.2010 - 1.7.2010 :   Interview der Woche

Andreas Gabalier zählt mit Sicherheit zu dem Aufsteiger in der Schlagerszene. Mit seinen ehrlichen, bodenständigen Lieder überzeugt er seine Fans. Wir haben ihn zum Interview der Woche gebeten!

 
 
 
 Andreas Gabalier gibt ein Telefon interview bei  www.SunnyIsland-Radio.de  - 29.11.2010
 
Hallo, hier spricht Andreas Gabalier, ich freu mich auf die Sendung ‚Viva – Das tägliche Leben’ auf SunnyIsland-Radio

Lied: „I sing a Liad für Di“
 
Moderator: Andreas Gabalier zählt zu den Künstlern, die die Karriereleiter sehr schnell nach oben klettern. Aber er zählt zu den wenigen, die es geschafft haben, dort zu bleiben. Sein Debütalbum „Da komm ich her“ erreichte nur wenige Wochen nach der Veröffentlichung Goldstatus. Durch seinen Auftritt bei der österreichischen Vorentscheidung zum Grand Prix der Volksmusik, schaffte er als Newcomer auf Anhieb den Sprung ins große Finale der beliebten Wettbewerbssendung. Danach meldeten sich alle Redaktionen der großen TV-Sendungen und so sah man Andreas Gabalier mehrmals im beliebten Musikantenstadl, genauso wie bei dem beliebten TV-Special von Hansi Hinterseer. Sein 2. Album „Herzwerk“ steht dem Erfolg des Debütalbums um nichts nach. Wenige Wochen am Markt, wird auch die CD mit Gold ausgezeichnet. In den Verkaufscharts findet man „Herzwerk“ auf Platz 2 und es ist auch in den deutschen Charts in die Top 100 eingestiegen. Bei der Pressekonferenz zum „Wenn die Musi spielt“–Sommer Open Air, erhielt der sympathische Künstler aus der Steiermark nicht nur Gold für „Herzwerk“, sondern auch die Platinauszeichnung für „Da komm ich her“. Apropo „Wenn die Musi spielt Sommer Open Air“ – da absolvierte Andreas Gabalier einen Auftritt der Extraklasse und durch seine großartige Interpretation von „I sing a Lied für Di“, gibt’s dieses Lied als neue Single-Auskoppelung. Und ich freue mich jetzt sehr, dass ich ihn am Telefon begrüßen darf und sag „Hallo, Andreas Gabalier“.
 
Andreas: Ja, hallo!

Moderator: Andreas, Ihr aktuelles Album „Herzwerk“ wurde bereits mit Gold und Platin ausgezeichnet. Haben Sie mit dem Erfolg gerechnet?

Andreas:
Hui, ganz so schnell, muss ich ganz ehrlich sagen, nicht. Ich hab erst vor 1 ½ Jahren begonnen Musik zu machen. Es hat damals ein Gedicht gegeben für ein Mädchen, das mir am Herzen gelegen ist. Ich hab das erste Lied bei einem Nachbarn im Keller aufgenommen, der so einen ganz kleinen Proberaum hat, hab das bei uns zum Radio gebracht und das ist alles miteinand von selbst passiert. Es hat auch für das erste Album „Da komm ich her“ schon Gold und Platin gegeben und das Album „Herzwerk“ ist jetzt das zweite, das seit dem Sommer im Handel ist und das jetzt auch schon wieder mit diesen gewaltigen Edelmetallen ausgezeichnet ist. Das ist natürlich für einen Newcomer ganz was Besonderes.

Moderator: Ja, wie kam es denn dazu, dass Sie Ihr Album „Herzwerk“ nennen?
 
Andreas: Ja, wie auch schon das erste Album „Da komm ich her“, hab ich auch das zweite Album selbst geschrieben. Das war mir ein großes Anliegen, mich da irgendwo selber um meine Lieder zu kümmern. So hat irgendwie alles begonnen und ja, es war eigentlich der schnelle Erfolg da! Und i hab mir gedacht, ganz egal, was jetzt noch kommt, meinen Enkelkindern werd ich das auf jeden Fall einmal vorspielen, sollt ich einmal welche haben. Ja, es war einfach so, es ist ein kleines Lebenswerk für mich irgendwie geworden und nach dem 2. Album, das mir auch irgendwie aus dem Herzen heraus spricht, ist es dann irgendwie zum Titel „Herzwerk“ gekommen.
 
Moderator: Sie sind mir ja zum ersten Mal beim Herbstfest der Volksmusik aufgefallen und Sie haben es ja in nur wenigen Sekunden geschafft, ein gesamtes Publikum in Ihren Bann zu ziehen. Ist es jetzt richtig, wenn ich sage, dass Sie Ihre Musik nicht nur mit Ihrer Stimme, sondern auch psychisch ausleben?

Andreas:
Ja, teils ganz bestimmt! Auf jeden Fall beim letzten Lied „I sing a Liad für Di“ – das wollte eigentlich die Redaktion damals so, beim Fernsehn „Herbstfest der Volksmusik“ – mir ist es ja teilweise schon fast ein bisschen zu viel gewesen. Bis dahin hab ich im Fernsehn eigentlich eher ruhigere Lieder präsentiert, mit denen ich auch in Österreich bekannt worden bin und jetzt hat es da im Album „Herzwerk“ ein Lied gegeben, das Lied „I sing a Liad für di“, das einfach ein bisserl flotter war, das haben sich viele viele Diskotheken gleich heraus gesucht, haben gsagt, ja endlich ein Lied zum Tanzen und ja wie gsagt, das hat sich dann alles bei den Proben irgendwie so ergeben, die Herrschaften aus dem Fernsehn haben gemeint, „Du musst auffallen, durch Deinen Dialekt verstehen Dich vielleicht nicht alle Zuschauer und Du musst Dich irgendwie in die Köpfe hineintanzen vielleicht, oder mach irgendwas Verrücktes!“ Die Reaktionen waren dementsprechend.
 
Moderator: Nun ist es ja so, Volksmusik ist ja nun wirklich nicht Jedermanns Sache, dennoch ziehen Sie aber sehr junges Publikum auch mit, wie erklären Sie sich das?

Andreas: Ja, ich muss ganz persönlich dazu sagen, auch ich komm nicht wirklich aus der volkstümlichen Richtung. Meine Geschmäcker liegen ja eigentlich auch woanders, ja und in Österreich fallt das, was ich da mache, auch nicht wirklich unter Volksmusik, das ist schon eher Austropop, wie auch STS war oder Rainhard Fendrich, Hubert von Goisern, das sind so meine Anhaltspunkte gwesen, diese Richtung, die ich da einschlagen wollte. Und in Österreich hat sich nach diesen 1½ Jahren auch diese Richtung dorthin entwickelt, obwohl ich im Fernsehn natürlich immer wieder im Musikantenstadl, oder beim Herbstfest der Volksmusik, beim Grand Prix der Volksmusik und wie die Sendungen alle heißen, mit dabei sein darf. Es gibt ein ziemlich breit gestreutes Publikum und es freut mich, dass auch das Live-Programm doch auch sehr viele junge Leute anspricht.
 
Moderator: Haben Sie auch schon einmal darüber nachgedacht auch einmal in einer anderen Sprache zu singen z. B. ein englisches Lied?

Andreas: Ja hab ich, weil das schon viele Leute, auch von der Plattenfirma an mich herangetragen haben. Sie haben einfach gemeint, die Stimme ist irgendwie auffallend anders und „probier doch irgendwie einmal“ Ich bin jetzt dabei, dass ich einfach ein Demo einmal einsing bei mir zu Hause und ja schaun ma amol, ob da wirklich was wird, ob das Team da auch so dahinter steht oder ... i sag, das bringt die Zeit dann mit sich. Es hat in sehr kurzer Zeit eigentlich wirklich sehr große Erfolge geben, über die ich mich freuen darf und ob da noch mehr kommt, sag ich immer so, steht in den Sternen.

Moderator: Im Dezember stehn ja eine ganze Menge Termine an, das kann man ja auf Ihrer Homepage jetzt auch nachschaun, wo man Sie in Österreich zumindest live sehen kann. Planen Sie denn auch Auftritte zukünftig in Deutschland?
 
 
Andreas: Ja, für eigene Tourneen ist es auch in Österreich noch zu früh, das sind alles große Feste, wo einige Künstler meistens spielen, wo ich dann auch mit dabei bin. Es gibt natürlich auch in Deutschland schon – oder hatt auch schon a paar Auftritte gegeben – es kommen noch Auftritte, die Termine stehen eh auf der Homepage und für’s nächste Jahr sind viele viele Anfragen, vor allem aus Deutschland mit dabei und die Termine folgen dann eh in den nächsten Wochen.
Es kommen mittlerweile laufend neue Termine mit dazu und ich freu mich natürlich schon auf das deutsche Publikum, weil Post kommt mittlerweile schon fast gleich viel, glaub ich, auf meine Homepage.


Moderator: Ja, das ist doch Klasse! Alle die, die sich auch mal ganz gerne auf der Homepage von Andreas Gabalier umsehen möchten, das können sie tun unter
www.andreas-gabalier.at
Herr Gabalier, letzte Frage: Was haben wir 2011 von Ihnen zu erwarten?

Andreas:
Ja, wir starten eigentlich mit der ersten Fernsehsendung am 15.Jänner beim Winter „Wenn die Musi spielt“ Open Air in Bad Kleinkirchheim. Ich werde Jänner, Februar, März wieder an der 3. CD arbeiten, die hoffentlich bis zum Sommer dann fertig sein wird. Wie gsagt, es gibt einige Auftritte nächstes Jahr auch ganz bestimmt schon in Deutschland, auf die ich mich ganz besonders freue. Trotz Dialekt - das war nämlich auch so ein Thema, wo mir am Anfang einfach prophezeit worden ist, dass es da in Deutschland eher nicht funktionieren wird, weil mich die Leute nicht so verstehen aufgrund meines Dialekts, und umso mehr freut’s mich, dass so große Rückmeldungen aus meinem Lieblings-Nachbarland daher kommen. Ja, das nächste Jahr wird einfach, glaub ich, stark werden, i freu mi drauf und i freu mi einfach auch auf einige Auftritte in Deutschland.

 
Moderator: Ja, darauf freuen wir uns natürlich auch und dass war Andreas Gabalier, der uns mit seinem aktuellen Song „I sing ein Lied für dich“ begeistert!
Herr Gabalier, ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und vielen Dank, dass Sie sich für uns Zeit genommen haben.

Andreas: Ich sag vielen Dank, für die tolle Einladung, da im deutschen Radio einmal ein bisserl zu plaudern, ja ich freu mich auf ein Wiederhörn und wünsch Euch viel Freude mit meiner Musik aus Österreich, tschüss, baba!

Moderator: Ja, ich denke, ich habe nicht zu viel versprochen, wenn ich sag, er ist wirklich ein sehr sympathischer und bescheidener Mann und ich hoffe wirklich, dass wir noch sehr sehr viel von ihm hören werden.
 
 

 

 

Andreas Gabalier bei „Vera exklusiv“

26. Dezember 2010 ORF 2



Vera:    Im neu eröffneten Wiener Innenstadtlokal „Altstadtbräu“ werd ich jetzt gleich Andreas Gabalier treffen, d e n   musikalischen Newcomer des Jahres, der zum ersten Mal ganz offen über die besonders schweren Schicksalsschläge seines Lebens spricht:

Andreas, eigentlich könnt ich dich auch vorstellen als der prominenteste Jus-Student Österreichs, oder gilt das nicht mehr?


Andreas:    (lacht) Das gilt mittlerweile glaub ich nicht mehr.


Vera:    Was ist das für ein Lachen? Du hast das Studium aufgrund des Erfolges sausen lassen!?!

Andreas:    Ja sausen lassen will i gar net sagn, es ist momentan a bisserl still gelegt! Die ursprüngliche Idee war ja eigentlich die rechtswissenschaftliche Fakultät aus dem Grund, weil dort eigentlich die schönsten Mädchen inskribiert waren! (lacht)

Vera:    Das ist auch ein guter Grund um zu studieren und die schönsten Mädchen findest du jetzt in deinem Publikum?!

Andreas:    Aja, sehr viele.


Vera:    Du bist wirklich mit Abstand der erfolgreichste Newcomer Österreichs 2010 und 2009 hat’s begonnen und das ganz ohne Castingshow, das muss man ja wirklich einmal sagen, einfach so und auch ganz ohne Künstlername, obwohl du als Gabalier ..., da könnt man meinen der ist hochtrabend, fällt auf in der Volksmusik- und Schlager-branche, aber das ist nicht so, das geht zurück auf eine Liaison 1797, wir haben gut recherchiert.

Andreas:    Genau, Graz ist belagert worden von den Franzosen, es ist ihnen nicht gelungen unseren Schlossberg einzunehmen und da hat sich wahrscheinlich ein Franzose gedacht „Jetzt spazier ich nicht zu Fuß nach Hause wieder nach Frankreich, Schilcher Wein und Camembert harmoniert und so sind wir Gabaliers entstanden. Es ist kein Künstlername.   

Vera:    Nein, aber einer mit dem sich’s gut leben lässt in dieser Branche, weil er so auffällt, aber sicherlich nicht nur deshalb, du hast ja das Unmögliche geschafft mit dem „Da komm ich her“ voriges Jahr quasi aus dem Nichts „Gold“ – Gold gibt’s mittlerweile für 10000 verkaufte Alben – aber nicht nur das, auch Platin – für 20000 verkaufte Alben – und du hast gezeigt, es ist kein One-Hit-Wonder, sondern heuer 2010 mit „Herzwerk“ hast du wieder das Unmögliche möglich gemacht, Gold und Platin. Jetzt fragt man sich, wie schafft er das, der Andreas Gabalier? Eben so, wie ich gsagt hab, quasi aus dem Nichts, was machst du für Gründe dafür verantwortlich?

Andreas:    Ja i glaub einfach, dass das große Geheimnis oder das kleine Geheimnis ist des, dass i in dem ganzen musikalischen Dasein einfach ich selbst sein darf. I hab a ganz a tolles Team mittlerweile im Hintergrund, dass sich da natürlich mit bemüht, ganz von allein passiert glaub i a nimmer alles, aber ja, das Publikum hat einfach irgendwie so entschieden. Es hat damals mei Nachbar an ganz an kleinen Proberaum ghabt im Keller, wo i a Gedicht für a Mäderl aufgnommen hab, hab das beim Radio abgebn und das hat einfach irgendwie so seine Spuren durch’s Land gezogen. Ja, wie gsagt, i bin einfach i und i glaub das des irgendwie einfach mit irgendwo a großer Punkt zum Erfolg war.

Vera:    Mit ein Grund, weil du hast ja bevor es Gold gemacht hat und bevor es in der 2. Hälfte des Jahres 2009 so in die Höhe geschnellt ist, hast du ja schon versucht, deine Musik im Internet zu verbreiten, via Internet, so wie das halt alle probieren, die selber schreiben, probieren, das populär und breit zu machen – effektiv gelungen, das muss man schon sagen, ist es dir dank deines Managers, der Manager von Nik P., Klaus Bartelmus, wie seid ihr zusammen gekommen?

Andreas:    Er ist a Schulfreund von meinem Taufpaten aus der Obersteiermark in Teufenbach und der hat mir vor 1 ½ Jahr gsagt, wie i da in der Steiermark so schön langsam begonnen hab, die ersten 2 Lieder a bisserl publik zu machen, „ja schau amol mit rauf zu ihm, dem gfallt das, was du machst, der hat sich scho lang um den Nik P. gekümmert und ja er tät sich einfach amol gern mit dir zsammensetzen und dir a paar Ratschläge gebn, weil ma hört di fast täglich im Radio und so und das is was Erdiges ... und ja so schön langsam lauft’s eigentlich richtig großartig und toll an und einfach schön!   

Vera:    Aber, dass es überhaupt gelungen ist, dass du im Radio schon gespielt wirst, bevor er das noch ghört hat, bist du da mit Aufnahmen direkt an die Stationen gegangen oder hast du ihnen das einfach nur gemailt oder wie ist das gelaufen? Weil so viele würden gern genau das schafffen, was dir jetzt gelungen ist.
 
Andreas:  
 Ja, wie gsagt, das war a ganz a simples Kellerdemo mit Gitarre, Harmonika und meiner Stimme, so halbwegs abgemischt, i bin damit zum ORF Steiermark spaziert bei uns, der Radio in Graz ist net weit weg ...

Vera:    Also bist schon persönlich hin?

Andreas:    I bin dort hinspaziert zur Rezeption, die Dame hat gmeint, “hui, wissen’s junger Mann es geben jede Menge junge Künstler, alte Künstler, Lieder ab bei uns, die meinen das wären Lieder und so ...“ Hab i gsagt, „naja, es war a Hobby, die Verwandtschaft hat sich’s da und dort amol anghört, i tät mi freun, wenn wer drüber hören würd und vielleicht meldet sich ja wer?“ Drauf hat si noch a bisserl gschmunzelt, a Woche später eigentlich hat dann schon da Musikchef zrückgrufen und hat gsagt „Wer sind sie? Woher kommen sie? Das gfallt uns irgendwie, wenn ma das halbwegs produziert, dass das auch Radio tauglich ist, dann könnt ma des, glaub ich, schon spielen.“

Vera:    Ja, und dann hast du wieder geschrieben und komponiert, weil du komponierst und textest alles selbst.

Andreas:    Genau!


Vera:    Durch das Schreiben, Texten und natürlich dann auch durch das Auftreten und die ganze Resonanz, die du durch das Publikum bekommst, kompensierst du damit nicht auch Dinge, die du selbst erlebt hast im Sinne von Leidvollem, was in deinem Leben ja passiert ist?

Andreas:    Auf jeden Fall, also i bemüh mi einfach da schon auch ein bisserl Themen anzusprechen, die jetzt vielleicht net immer so gern zu hören sind, trotz allem schreibt das Leben einfach mehrere Situationen, so wie’s auch ich erlebt hab, i hab meinen Vater und mei kleine Schwester verloren und das 3. Lied damals das „amol segn ma uns wieda“ ist mittlerweile auf jeden Fall das Lied mit den nachhaltigsten Reaktionen. I hab mir da einfach irgendwo Gedanken gmacht, i bin damals dann, wie das passiert ist im Herbst lang auf die Alm gangen, auf die Berg gangen, hab da versucht zu schreiben, hab mir da viele Gedanken gemacht über das Warum, über das Leben darnach, wird’s ein Wiedersehn geben? ... und so is das Lied „amol segn ma uns wieda“ entstanden, das dann eigentlich das 3. Lied war zu Weihnachten 2008. I hab bei den Live-Auftritten Mütter ghabt oder ja, Kinder, die gsagt haben „i hab a irgendwo mein Papa verloren, oder i hab a Kind verloren bei an Unfall und so weiter ..“ die sind da mit Tränen in den Augen vor mir gstanden und haben mi herdrückt und haben sie da wirklich aufs herzlichste und emotionsgeballt bei mir bedankt, so dass es mir manchmal wirklich die Gänsehaut aufzogen hat. Die haben einfach gsagt „dieses Lied gibt uns Kraft, Hoffnung und einfach Danke für des was du machst und bitte mach weiter so“ und das war dann wirklich eigentlich der ausschlaggebende Punkt, das i gsagt hab, jetzt mach i weiter!

Vera:    Ja. du hast gsagt deine kleinere Schwester, deine jüngere Schwester und dein Vater sind gestorben, sie sind freiwillig aus dem Leben geschieden in einem Abstand von 2 Jahren, also dein Vater vor 4 Jahren, deine Schwester vor 2 Jahren, hat die Familie eine Erklärung dafür, oder kam das für euch aus heiterem Himmel?   

Andreas:    Ja, das ist irgendwo das Traurige, also so wie i da eigentlich lebensfroh und heiter, lustig durch’s Leben spazier, war das a bei meinem Paps irgendwie so der Fall, also i seh mi so oft da in ihm eigentlich wieder, i ertapp mi so oft in Situationen, wo i mir denk, schau i bin irgendwie so gleich und das war für alle eigentlich a sehr sehr großer Schock und es gibt leider Gottes oder zum Glück – wie auch immer - nach wie vor keine Erklärung dafür. Wir waren 4 Kinder z’Haus, eigentlich a Paradefamilie sag i jetzt amol so, und daher war das umso trauriger, was da eigentlich passiert is und so, warum auch immer, das noch Schlimmere war dann 2 Jahre später mit meiner kleinen Schwester, die einfach so am Papa ghängt is und überhaupt net damit klar kommen is und dann ja, leider Gottes den gleichen Blödsinn gmacht hat.   

Vera:    Lassen sich da Anzeichen feststellen, gab es Anzeichen bei deiner Schwester, dass es dazu kommen könnte, oder auch bei deinem Vater, wenn man weiß was passiert ist?

Andreas:    Ja, also wie gsagt, eigentlich überhaupt nicht!

Vera:    Überhaupt nicht, bis zum Schluss überhaupt nicht?  


Andreas:    Na, grad bei der Schwester war’s dann so, dass ... das erste Jahr war a bisserl a Problem, also die war wirklich immer sehr sehr fertig und kaum anzusprechen, es is dann aber irgendwie wieder word’n, sie war auf da Krankenschwesternschul und hat so lebensfroh eigentlich erzählt von alten Menschen und so und wie ihr das gfallt und wie ihr die gut zureden. Sie setzt sie dort oft auf die Bettkanten und die geben ihr viel Kraft und irgendwo wieder a Aufgabe und so und des war dann eigentlich umso schlimmer oder umso unvorhersehbarer, sag i amol so, weil wirklich alle glaubt haben, so jetzt geht’s wieder irgendwo bergauf.
Es ist bei mir dann parallel die Musik daher kommen, i hab mir ja nach’n Papa a steirische Harmonika kauft, weil i mir gedacht hab, dass das irgendwie zu so an gstandenen Buam noch dazu passat, mei Cousin hat mir da die grundlegendsten Sachen zeigt und es hat sich dann alles mit der Musik irgendwo so ergeben, es is im Radio gspielt word’n, es is in der Verwandtschaft einfach viel viel Freude dadurch wieder aufkommen...

 
Vera:    Deine Schwester hat sich auch dran freuen können?


Andreas:
    Absolut, sie war der größte Fan der ersten 2 Lieder, mehr hat sie leider da herunten nimmer anghört, wahrscheinlich hört sie jetzt oben zu.

Vera:    Sie hat auch keinen Brief hinterlassen?    

Andreas:    gar nichts!

Vera:    Nichts? Sie hat dieselbe ungewöhnliche Methode gewählt wie dein Vater, sich mit Benzin zu übergießen ist für einen Suizid ja was ganz ganz Seltenes, dass sie es so tut wie dein Vater, glaubst du dass sie damit ein Zeichen setzen wollte, sie ist ihm so nahe, dass sie es auch so tut, weiß man das?

Andreas: 
   Also wie gsagt, man weiß es nicht, ich weiß es a net, i mach mir jetzt eigentlich schon lang keine Gedanken mehr darüber, über das Wie und Was und Warum, i erinnere mi an die schönen Momente zurück, i hab liabe Fotos bei mir z’Haus am Schreibtisch stehn und ja, man muss sich einfach irgendwo an die positiven Dinge erinnern, man muss irgendwann lernen damit fertig zu werden und das Thema abzuschließen, irgendwann amol muss man sich damit abfinden und das Leben geht weiter!

Vera:    Ist es deiner Mutter so was wie Trost, dass du so erfolgreich bist, also baut sie das auf, oder ist es ihr egal eigentlich?

Andreas:    Auf jeden Fall, also die Mama is mächtig stolz, auch die Oma, das erwähn i a immer, die is jetzt 84 und hat einfach die größte Freude, auch sie hat durch die Musik so an Aufschwung kriegt wieder ...

Vera:    Da kann man nur sagen, toi toi toi für 2011, auf dass es so weitergehen möge!

Andreas:    Dankeschön!   
      

 


Radio Kärnten „Kaffee und Kuchen“ mit Andreas Gabalier am 30.01.2011


((ersten Einstieg mit Begrüßung versäumt – zu spät eingeschaltet!)
                                        

Marco Ventre: Andreas, du bist zwar a Steirerbua, aber im Prinzip auch a halber Kärntner

Andreas: Auf jeden Fall, also Kärnten ist wirklich meine 2. Heimat. I hab noch immer a bisserl Verwandtschaft da am Südufer vom schönen Wörthersee. Wir haben viele, viele Sommer da verbracht. Wir haben nach wie vor da noch a Familiengrundstückerl da in Auen und i genieß des schon immer wieder sehr, da a bisserl abzuschalten. Es is net so weit von Graz, da is ma bald amol herübn über der Pack und i hab meine ganzen Jugendsommer eigentlich da verbracht, i hab neben dem Schulgehn, neben dem Bundesheer und neben den ersten Studienjahren eben auch da beim Weißen Rössl am Südufer, am Campingplatz oben, den Kellner gespielt, am Nachmittag den Bademeister für die Urlauberinnen und auch für ein paar einheimische Kärntner Wörtherseenixen ... (lacht)

Marco Ventre: Du hast di um alle gekümmert, hast dich allen verpflichtet gefühlt?!

Andreas: Ja, das war da Job, das war da Job!

Marco Ventre: Man hat irgendwo so das Gefühl alle großen Künstler habn irgendwie auch a bisserl was mit Kärnten zu tun. Udo Jürgens, okay, ist da zu Hause! Aber da Nik P. is a halber Kärntner, is im Gurktal groß geworden, dann weiß man z.B. auch vom DJ Ötzi, dass der in Kärnten als DJ angfangen hat. Du hast Bademeister gespielt, Kellner usw. wird ma da auch a bisserl inspiriert in Kärnten?

Andreas: Auf jeden Fall, Kärnten ist für mich immer noch a bisserl so wie a heile Welt, wenn i mi a bisserl zrückziehn will oder so, da find i immer Ruhe, da find i Auszeit, ja und da gibt’s natürlich auch Inspiration, oder hat’s schon gebn, für das eine oder andere Lied. Wer weiß, vielleicht schreib i irgendwann amol a Kärntner Liad.

Marco Ventre: Wir haben nix dagegen, wir nehmen das Kompliment natürlich gerne an. Wobei Andreas, wenn man sich so deine Cover-Alben anschaut, wenn man sich deine Biographie durchliest, dann wirst du als so richtig naturverbundener Mensch dargestellt. Ist das jetzt Teil deines Programms oder bist du wirklich so einer, der gern oben am Berg steht und nach unten schaut und sagt „eigentlich haben ma a schön’s Landl“, oder bist du net unbedingt der, der aufn Berg hinaufgeht in aller Herrgottsfrüh?

Andreas: Tja, die Herrgottsfrüh, die war nie meine, (lacht) und somit hat mir auch der Quereinstieg in die Musik ganz gut ins Programm gepasst, das Bergsteigen schon, also das is schon a große Leidenschaft gwesn immer, das leidet jetzt mittlerweile durch die Musik a bisserl, schon darunter, aber ja klar, des bin i, da find i a immer wieder irgendwo a bisserl Zeit für mich, da kann i abschalten, Bewegung is was, das i einfach sehr sehr stark brauch, sonst werd i unrund, zwida, kriag alle Zuaständ und grad eben auf der Alm auch da in Kärnten immer wieder, bin i gern unterwegs, am Dobratsch war i erst im Herbst einmal und am Mittagskogel mit mein’m Cousin. Ja, is aonfach schon irgendwo a bisserl immer wieder a Ort der Stille für mich. Wenn i da oben bin und runterschau auf den ganzen Tumult, auf die ganze Hektik, den Stress, den Alltag, dann findet man da oben immer wieder a bisserl a Auszeit, auf das leg i schon, wenn auch nimma so viel, aber doch schon noch viel Wert.

Marco Ventre: Ja, der Naturbursch Andreas Gabalier heute unser Gast bei „Kaffee und Kuchen“. Er schreibt sich seine Lieder selber, vertraut auf seine Intuition und das hat ihm bereits mehrfach Gold und Platin beschert, mehr dazu gibt’s gleich und wenn ma schon beim Naturburschen sind, da hat er auch ein Lied mitgebracht der „Bergbauernbua“ 

 

„"Kaffee und Kuchen“

 

Marco Ventre: ... und denn servieren wir heute ausnahmsweise nicht, denn unser Gast hat sich a echtes Kärntner erfrischendes Bierchen gewünscht und natürlich ist sein Wunsch unser Befehl! Andreas, mach noch ruhig an Schluck, ich erzähl euch inzwischen was. Ich hab schon vorher gsagt, 18. April 2009, das war der allererste große Auftritt im Musikantenstadl bei Andy Borg und dann ist es mit der Karriere so richtig los gegangen, wobei das Ganze, wie du mir schon einmal a bisserl erzählt hast, eher a Zufall war, ja also quasi a Spätberufener mit einer verflossenen Liebe, aber das kannst mir ja jetzt selber alles erzählen, wie hat das Ganze für di angfangen?

Andreas: Der wirkliche Start muss ma sagn war im Kindergarten, die Mama hat mi da zur Sopranino der kleinsten Blockflöte überhaupt gezwungen (lacht). I hab das dann gleich wieder sein lassen und mit Beginn der Volksschule hab i dann Klavierspielen müssn, hab auch diese Begeisterung nach 8 Jahren a bisserl beiseite gelegt, weil mir einfach das Verständnis zur klassischen Musik damals gfehlt hat und das war leider Gottes halt der Hauptaugenmerk meiner Klavierlehrerin, hab mir dann mit 15 a Westerngitarre kauft, begonnen a bisserl an Austropop zu spielen, damit hat dann für mich die Musik eigentlich doch a bisserl mehr begonnen, ja und der wirkliche Start war dann vor 3 Jahren, wo i ma dann a steirische Harmonika kauft hab und mir das selber a bisserl noch beigebracht hab.

Mei Nachbar hat im Keller an kleinen Proberaum ghabt, i hab dort a Gedicht damals aufgnommen für eine verflossene Liebe und bin damit zum Radio spaziert und irgendwie is das so langsam aber sicher über’s Land gwachsen.

Marco Ventre:  Das „so liab hob i di“ is dein erster großer Hit, is quasi eine Geschichte übers echte Leben.?

Andreas: Ja, auf jeden Fall, also so wie eigentlich die meisten oder fast alle meiner Lieder!

II befass mi einfach so mit Erlebnissen, die mir schon irgendwie passiert sind, das Motorradl fahrn, die eine oder andere verflossene Liebschaft, Freundschaften, eben auch irgendwo Themen, die man net ganz so gern in der Volksmusik oder Schlagerwelt anspricht, weil sie dann doch irgendwie auch amol a bisserl trauriger sind. Ja i versuch mir einfach Gedanken über alle Situationen des Alltags zu machen.

Marco Ventre: Weil du auch grad das Traurige ansprichst, da is mir besonders a Liad aufgfalln in deinem Album, „irgendwann da segn ma uns wieder“

Andreas: ... für mein Vater und mei kloane Schwester, die vor 4 Jahrn auf tragische Weise von uns gegangen sind und da hab i mir einfach dann Gedanken gmacht, das war der wirkliche Grund, warum i mir damals a Harmonika kauft hab und begonnen hab irgendwie das eine oder andere Gedicht oder den einen oder anderen Text zu Papier zu bringen.

Marco Ventre: Das heißt, du hast den schmerzlichen Verlust deiner Familie, also des Vaters und der Schwester, in die Musik gepackt?!

Andreas:  Auf jeden Fall zum Teil, also des war sicherlich irgendwo mit a Part der Aufarbeitung dieser Lebenssorge oder Lebenssituation, mit der man halt irgendwann dann amol lernen muss umzugehn. Es geht irgendwann wieder! Es gibt am Anfang so Momente oder Wochen, wo ma sie denkt, jetzt geht gar nix mehr und irgendwann, ja mir is da speziell in der Musik irgendwie so viel Positives widerfahrn und i hab a sehr viele Leute kennenglernt, denen ähnliches passiert ist und die sich da so aufs Herzlichste bei mir bedankt haben, als wildfremder Mensch irgendwo, das i mir gedacht hab, irgendwo muss i fast weiter machen!

Es war ein Hobby, das ganz schnell und durch an lustigen Zufall irgendwie ganz groß aufgangen ist und so mach i jetzt weiter und es funktioniert ganz toll und da sag i immer wieder „danke“ weil i hab zwar ganz a großartiges Team im Hintergrund, das sich um Vieles bemüht, selber muss ma mittlerweile a bisserl fleißig sein, aber im Endeffekt, nehmt’s es ihr da draußen vor den Radiogeräten oder Fernsehapparaten an oder nicht und ja in meinem Fall schon und das gfreit mi einfach ganz  bsonders.

Marco Ventre: Das sind keine oberflächlichen Texte, das sind alles Geschichten, die im wahrsten Sinn des Wortes das Leben geschrieben hat. Andreas Gabalier heute unser Gast bei „Kaffee und Kuchen“ Dieses Lied haben wir uns jetzt auch ausgesucht, mit Gänsehautgarantie für seinen Papa und für seine Schwester, „irgendwann da sehn ma uns wieder!“

Nach dem Lied „Amoi segn ma uns wieder“

Marco Ventre: A bisserl was hat er uns ja schon aus seinem Leben erzählt, 26 Jahre ist er jung der Steirerbua, wie er sich ja auch gerne selber nennt, am 18.April sein allererster TV-Auftritt bei Andy Borg und seitdem geht’s wirklich rund in seinem Leben, den 5 Wochen nach dem Erscheinen seines Albums gab’s bereits Gold, das ist für einen Newcomer rekord-verdächtig, wenn nicht überhaupt Rekord und mittlerweile hat er auch schon Gold und Platin und ist auf dem Weg zu Doppelplatin. Sehr sehr erfolgreich, viele Auftritte und überaus beliebt, wie man auch das letzte Mal beim Musi Open Air in Bkk gesehen hat, er hat da auch dann von Arnulf Prasch das Musi-Edelweiß bekommen als bester Nachwuchskünstler des Jahres. Andreas, da stellt man sich die Frage „wie macht man das alles?“

Andreas: Es tut sich nach wie vor so viel, i bin so viel unterwegs, dass ma gar net viel Zeit hat wirklich zum Nachdenken und des zu realisiern. Es fragen mich einfach immer wieder so viele Leute, wie i damit umgeh, so wie du jetzt auch wieder.

Ja, i tua einfach! Mir macht’s großen Spaß, i hab alle Freiheiten, die man sich nur wünschen kann als junger Künstler, als quereinsteigender Musiker, i hab a große Plattenfirma hinter mir, a liebes bemühtes Management, a tolles Team, alles miteinand eigentlich sehr sehr harmonierend.

 

Marco Ventre: Wenn man deine Biographie liest, dann merkt man, dass du so wie viele vielleicht von uns, wohlbehütet aufgewachsen bist, du hast was Gscheits glernt, du hast ein Jus-Studium begonnen, das jetzt natürlich a bisserl auf der Stecke geblieben ist aufgrund des großen Erfolges. Dein Bruder, ist a erfolgreicher Tänzer, an sich a sehr kreative Familie. Was würde den jetzt dein Vater sagen, nachdem du, ja sagn ma amol, nicht diesen braven Brotberuf als Jurist ausübst, sondern in der leichten Unterhaltungsbranche unterwegs bist, aber das natürlich sehr erfolgreich?

Andreas: Ja, also da bin i überzeugt davon, dass er von oben oba sicherlich a große Freude hat und des hätt er auch zu Lebzeit ghabt. Er war a sehr sehr lustiger, geselliger Mensch. Er wär sehr sehr stolz. Er tät des überall erzählen. Er war beruflich a sehr sehr viel unterwegs und hat überall auch immer voller Stolz von seine Buam erzählt, hätt er sicherlich a große Freud!

Marco Ventre: Wie lebst du eigentlich so, was ma von dir nicht unbedingt weiß, du bist im Steirischen daheim, hast a eigene Wohnung oder lebst noch zu Hause, quasi in Mamas Schoß?

Andreas: A bisserl ist es noch das „Hotel Mama“, also im Dachgeschoß von meinem Elternhaus hab i meine 40 m² zwei, drei Nächte die Woche, viel mehr ist es mittlerweile eh nimma. Da hab i a Freude, mein kleiner Bruder mit seine 16 Jahr gfreut si a, wenn i dort und da amol z’Haus bin und da bemüh i mich einfach a bisserl um die Familienpflege noch. Es funktioniert deswegen ganz guat, weil i einfach sehr wenig daheim bin.

Marco Ventre: Da gibt’s wenig Reibungspunkte!?

Andreas: Genau!

Marco Ventre: Wenn man nun so von Null auf hundert startet, 2009 war das Debutalbum, „so liab hob i di“ der erste große Hit und dann is wirklich Schlag auf Schlag gangen, eine Fernsehsendung nach der anderen und dann trifft man zu Hause die ehemaligen Weg-gefährten, die Freunde, wie gehen die damit um?

Andreas: Ja, i hab mein ganzes Leben fünfe ghabt, glaub i, und die sind mir erhalten geblieben. Für mi eigentlich selbstverständlich, weil i bin a da ganz dergleiche Andi, wie i’s vor zwei Jahr a war! I bemüh mi sehr darum, muss i a sagn, weil die Zeit immer weniger wird. Wir haben früher an den Wochenenden viel gmacht, war’n auf da Alm, warn fort, unterwegs, auf da Uni is jeder „guate Fleck“ gfeiert worden (lacht), das is natürlich jetzt immer weniger der Fall, aber die Momente oder Feiern, die’s dann immer wieder gibt, die san dann umso schöner. I versuch nach wie vor für gewisse Anlässe das eine oder andere Wochenende auch frei zu halten, um diese Kontakte zu pflegen. Das is ganz wichtig im Leben, glaub i, vor allem sollte das ganze musikalische Geschehen irgendwann wieder a Ende finden, dann derf ma eigentlich net vergessen, dass es davor auch amol a Leben gebn hat und sollt eigentlich auf seine Wurzeln nicht ganz vergessen, auch nicht aufgrund des schnellen und großen Erfolges.

Marco Ventre: Wenn ma dir in die Augen schaut, da schaut noch a bisserl so a jugendlicher Schalk heraus. Denkst Du irgendwie auch einmal so ans Familie gründen, ans sesshaft werden?

Andreas:  Ja, daweil hat des glaub ich schon noch Zeit. I bin jetzt grad amol 26 wordn, des hätt jetzt momentan wirklich keinen Platz. I find so schon so wenig Zeit irgendwie für alles miteinander. I freu mi ganz bestimmt irgendwann drauf Papa zu werden, aber das is jetzt einfach nicht der richtige Zeitpunkt.

Marco Ventre: Was können ma uns denn in Zukunft von dir erwarten, arbeitest du schon an einem neuen Album? Hast wieder Ideen im Kopf?

Andreas: Sowieso, also seit an Monat beschäftig i mi jetzt wieder intensiv damit, irgendwo. Die Weinnachsferien 14 Tag, wo nix am Kalender gstanden is, bin i schon daheim relativ viel gsessen am Abend. Es wird nicht leicht werden, die Erwartungen sind relativ hoch, relativ groß, schaun ma wie lang’s so geht. Ich hoff, dass es noch a Zeit lang so weiter geht!

Marco Ventre: Wir sind in jedem Fall überzeugt davon, so bin ich, da komm ich her, wir sind schon gespannt auf’n dritten Albumtitel und wünschen dir jetzt weiterhin viel viel Erfolg. Danke, dass du dir die Zeit gnommen hast!

Andreas: I sag ‚Danke’, grüß alle lieben Radio Kärnten Hörerinnen und Hörer, freu mich auf ein Wiederhörn und Wiedersehn da bei euch im Kärntnerland. Weiterhin so viel Freude mit meiner Musik, schön so, gut so, weiter so, pfiat eich Gott, baba!


 

 

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